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Der weltweite Absatz an Pkw wird in diesem Jahr laut einer Prognose gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent sinken. Bild: Daimler

| von Stefan Grundhoff

Dies entspricht einer Herabstufung von zehn Millionen Einheiten im Vergleich zu den IHS-Prognosen vor dem Ausbruch des Coronavirus im Januar. Ein Rückgang dieser Größenordnung wäre dabei erheblich schlimmer als der zweijährige Rückgang von rund acht Prozent in den Jahren 2008/2009.

Auf globaler Basis erwarten die Analysten von IHS einen starken Rückgang des kurzfristigen Wachstums, gefolgt von einer langsamen Erholung. Noch ist ungeklärt, wie weit sich der Markt nach unten entwickeln wird. Der aufkommende Hoffnungsschimmer für China wird von dem Risiko begleitet, dass das Virus in den kommenden Monaten erneut aufflammen könnte. Maßnahmen der Regierung sind sowohl für die Bekämpfung des Virus als auch für die Bereitstellung von Unterstützungs- und Konjunkturpaketen von entscheidender Bedeutung, um die Wirtschaft beim Heilungsprozess zu unterstützen.

Auf regionaler Ebene wurden die Erwartungen von IHS für China für 2020 um 2,3 Millionen Einheiten herabgestuft. Der Absatz von Light Vehicles wird voraussichtlich 22,4 Millionen Einheiten pro Jahr betragen, was einem Rückgang von fast zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche. Es wird erwartet, dass der chinesische Markt in der zweiten Jahreshälfte Anzeichen einer Talsohle zeigt.

Die Coronakrise verschlechtert die Nachfrage von Tag zu Tag in Europa. Die Region ist mit monatelangen Störungen konfrontiert, da sich die damit verbundenen Gesundheits- und Wirtschaftskrisen auf alle Volkswirtschaften auswirken. Die Nachfrage nach Light Vehicles für 2020 wird von den IHS-Analysten auf 15,6 Millionen Einheiten festgelegt, was einem Rückgang von 13,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprechen würde. Dies entspricht einer Volumenreduzierung von 1,9 Millionen Einheiten gegenüber den Einschätzungen vor COVID-19.

Die IHS-Markit-Prognose für den US-Markt geht von einer Rezession für das Jahr 2020 aus. Die angekündigten fiskalpolitischen Maßnahmen reichen wahrscheinlich nicht aus, um den Light-Vehicle-Markt vor einem drohenden Nachfrageeinbruch zu retten. IHS prognostiziert für dieses Jahr einen Absatz von 14,46 Millionen US-amerikanischen Fahrzeugen, was einem Rückgang von mindestens 15,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Für die USA bedeutet die Herabstufung des Volumens 2,4 Millionen Einheiten gegenüber früheren Prognosen.