Panel-Diskussion auf dem AUTOMOBIL FORUM 2014

Panel-Diskussion auf dem AUTOMOBIL FORUM 2014: Frank Volk (AUTOMOBIL PRODUKTION), Karl Friedrich Stracke (Magna), Michael Hankel (ZF Friedrichshafen) und Thomas Fromm (Süddeutsche Zeitung). Bild: Steinheißer/Steinle

Dank der Innovationsführerschaft der Zulieferer, biete der Standort in Europa nach wie vor sehr gute Bedingungen, so Magna-Chef Stracke: “Wir profitieren insbesondere von der Unterstützung der Universitäten und der Autocluster rund um unseren Standort.” Dennoch könne man von den Chinesen noch viel lernen, so Stracke: “Die Chinesen sind extrem wissbegierig. Das sieht man schon allein daran, wie viele junge Menschen in China momentan Ingenieurswissenschaften studieren.” Magna ist bereits in China stark vertreten und arbeitet eng mit Qoros zusammen, was Alexander Wortberg, Produktionschef von Qoros, bestätigt: “Wir sind stark von Kooperationen geprägt, vor allem mit Magna.” Ohne diesen Partner sei Qoros verloren, so Wortberg.

Auch Michael Hankel von ZF sieht das Reich der Mitte nicht nur als Markt der Zukunft, sondern auch als Vorbild: “In China gibt es noch eine gewisse Unbekümmertheit, was das ausprobieren neuer Dinge betrifft. Das gibt bei uns hierzulande nicht.” Aber dafür seien die deutschen Unternehmer besser organisiert. “Darum beneiden uns allerdings auch die Chinesen”, sagt Hankel. Er gibt allerdings zu bedenken, dass die deutschen Unternehmen ihre Innovationsgeschwindigkeit beibehalten müssen. Sonst sei Deutschland als Standort schnell weg vom Fenster. Um das zu schaffen, sei es notwendig die Partnerschaft von Zulieferern und OEMs neu zu beleben: “Grundsätzlich fühlen wir uns geschätzt von den Autobauern. Das Verhältnis von OEM zu Zulieferer muss aber fair sein.” Sonst zerstöre man sich die Innovationskraft am Ende selbst und die gesamte Autoindustrie komme in Schieflage. Deswegen werde man weiterhin in Zusammenarbeit mit den OEMs in Innovationen investieren. Hankel benennt auch einen konkreten Trend der auf die Autoindustrie zu kommen wird: “In Zukunft werden Autos auch Plattform für andere Produkte und Technologien sein. Das Thema Konnektivität wird zunehmend Eingang finden.” Auf Nachfrage schloss er eine Zusammenarbeit mit Google nicht aus.

Alle drei Diskussionsteilnehmer stimmten darin überein, dass die Innovationsgeschwindigkeit nicht langsamer werden darf. Man müsse immer den neusten Trend kennen und sich darauf einstellen.

Alle Beiträge zu den Stichwörtern AUTOMOBIL FORUM China

Gabriel Pankow