Erst vor wenigen Wochen hatte Betriebsrat Uwe Hück (links) mit Personalvorstand Thomas Edig

Erst vor wenigen Wochen hatte Betriebsrat Uwe Hück (links) mit Personalvorstand Thomas Edig (rechts) mehr Auszeiten für Mitarbeiter angekündigt. Nun steht alles auf dem Prüfstand. Bild: Porsche

Nicht einmal während der schlimmsten Krise in den Jahren 1992 bis 1994 habe jemand die nach dem Gewerkschafter Franz Steinkühler benannten Erholzeiten infrage gestellt, sie seien Teil gültiger Tarifverträge. “Jetzt steige ich in den Ring, um das Soziale zu verteidigen”, erklärte Hück.

Finanzchef Meschke hatte zuvor im Handelsblatt angekündigt, der Sportwagenbauer müsse jedes Jahr um sechs Prozent produktiver werden. Tabus dürfe es dabei keine geben. “Alles muss auf den Prüfstand – auch die Steinkühler-Pause.” Die Auszeit erlaubt Bandarbeitern in Baden-Württemberg, pro Stunde eine Pause von fünf Minuten zu nehmen.

Die VW-Tochter gilt eigentlich als einer der profitabelsten Autohersteller weltweit und einer der Gewinntreiber des Volkswagen-Konzerns. Im ersten Halbjahr lag die Umsatzrendite, der Anteil vom Gewinn am Umsatz, bei 17 Prozent.

Noch vor wenigen Wochen hatten Porsche und Betriebsrat im Schulterschluss mit Personalvorstand Thomas Edig Auszeiten beispielsweise zur Pflege von Angehörigen angekündigt. Nun werden andere Töne angeschlagen: “Alles muss auf den Prüfstand. Vor allem Vorstände, die die Steinkühlerpause angreifen”, sagte Hück.

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dpa-AFX / gp