Porsche_Betriebsrat_Hück-Dieselskanadal

Die Schuldigen des Dieselskandals bestrafen, aber nicht den Diesel verdammen: Porsche Betriebsratschef Uwe Hück. Bild: Porsche

| von Frank Volk

"Wer den Diesel in Deutschland verteufelt, macht die Luft nicht sauberer, spielt jedoch mit den Arbeitsplätzen in unserer Automobil- und Zulieferindustrie", betonte Hück am Dienstag in Stuttgart.

Merkel fürchtet um CO2-Ziel

Merkel und mehrere ihrer Minister wollen an diesem Mittwoch (6. September) in Berlin mit den Arbeitnehmervertretern der deutschen Hersteller über aktuelle Fragen der Automobilindustrie sprechen. Im Vorfeld war bekannt geworden, dass sich die Bundeskanzlerin gegen Fahrverbote für Diesel einsetzen will. Merkel fürchtet, dass bei einem massenhaften Umstieg auf Benziner die Ziele zur CO2-Senkung nicht eingehalten werden können.

Im Rest der Welt gehöre der Diesel auch in Zukunft dazu, daher mache es die Welt nicht sauberer, wenn er in Deutschland von den Straßen und aus den Städten verbannt würde, argumentierte Hück. "Der Diesel ist auch nicht der Schuldige. Vielmehr müssen die Verursacher der Diesel-Thematik zur Verantwortung gezogen und bestraft werden."

Hück hatte vor einiger Zeit schon Audi Lügen und Betrug vorgeworfen und Konsequenzen für die Vorstände gefordert. Von dort kamen die Diesel-Motoren, die Porsche in seinem Geländewagen Cayenne verwendet hat und nun zurückrufen und nachbessern muss.

Der Diesel der neuesten Generation sei sauber, und Verbrenner werde es noch in den nächsten Jahrzehnten geben, sagte Hück. "Deshalb müssen wir jetzt mehrgleisig fahren, den Verbrenner weiterentwickeln und gleichzeitig den Anteil an Hybrid- und Elektrofahrzeugen ausbauen."

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