Die Ermittlungen gegen Ex-Porsche-Chef Wendeling Wiedeking gefährden die Fusion zwischen Porsche

Die Ermittlungen gegen Ex-Porsche-Chef Wendeling Wiedeking gefährden die Fusion zwischen Porsche und VW. (Bild: Porsche)

Grund sind die Ermittlungen gegen den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Wendelin Wiedeking und seinen Finanzvorstand Holger Härter.

Die Ermittlungen gegen zwei ehemalige Vorstandsmitglieder der Porsche SE, unter anderem wegen des Verdachts der Marktmanipulation, können nach Aussage der Staatsanwaltschaft Stuttgart länger dauern als geplant. Mit einem Abschluss der Ermittlungsverfahren sei voraussichtlich frühestens Anfang 2012 zu rechnen, teilte der Sportwagenbauer am Mittwochabend adhoc mit. Der Ausgang der Ermittlungsverfahren habe Bedeutung für die zum Zwecke der Verschmelzung der Porsche SE auf die Volkswagen AG vorzunehmende Bewertung der gegen die Porsche SE wegen angeblicher Marktmanipulation geltend gemachten Schadensersatzansprüche, hieß es weiter.

Komme es zu wesentlichen Verzögerungen des Verschmelzungsprozesses gegenüber dem Zeitplan der Grundlagenvereinbarung, sinkt nach Einschätzung des Vorstands der Porsche SE auch die Wahrscheinlichkeit eines Gelingens der Verschmelzung insgesamt. Der Vorstand der Porsche SE gehe derzeit dennoch davon aus, dass ein erfolgreicher Abschluss der oben genannten Prüfungen so rechtzeitig möglich ist, dass die Verschmelzung, gegebenenfalls auch noch nach 2011, gelingen kann.

Die in der Grundlagenvereinbarung vorgesehenen rechtlichen und steuerlichen Prüfungen der Verschmelzung der Porsche SE auf die Volkswagen AG würden sich durch die Entwicklung wohl verzögern, hieß es in der Mitteilung weiter. Damit verringere sich aus Sicht des Porsche-Vorstands auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Verschmelzung noch im Zeitplan der Grundlagenvereinbarung gelingen wird, also die erforderlichen Hauptversammlungsbeschlüsse zur Verschmelzung noch in 2011 gefasst werden, auf 50% von bisher 70%. Dies habe entsprechende Auswirkungen auf die Bewertung der Put- und Call-Optionen der Porsche SE bzw. der Volkswagen AG in Bezug auf die über einen Treuhänder gehaltene mittelbare 50,1%-Beteiligung der Porsche SE an der Porsche AG im Konzernabschluss der Porsche SE.

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