Die Porsche Holding erringt juristischen Sieg gegen den Investmentfonds Pendragon. - Bild: PHS

Die Porsche Holding erringt juristischen Sieg gegen den Investmentfonds Pendragon. - Bild: PHS

Nach derzeitigem Stand ist ein deutsches und kein britisches Gericht für den Fall zuständig.

Der Investmentfonds Pendragon hatte im Februar 2012 in Großbritannien zunächst außergerichtlich versucht, Schadensersatzansprüche in Höhe von 195 Millionen Dollar geltend zu machen. Der Fonds hatte behauptet, die Porsche SE habe im Jahr 2008 während der versuchten VW-Übernahme falsche und irreführende Angaben gemacht. Am 18. Juni letzten Jahres hatte der Fonds dann schließlich Klage beim Commercial Court in Großbritannien eingereicht.

Deutsches Gericht für Verfahren zuständig

Dieses Datum sollte entscheidend sein. Denn die Porsche Holding, die die Ansprüche nach wir vor für unbegründet hält, hatte bereits einige Tage zuvor, am 7. Juni 2012, Klage auf Feststellung des Nichtbestehens der angeblichen Ansprüche am Landgericht Stuttgart eingereicht.

Das englische Gericht entschied sich im März diesen Jahres auf beiderseitigen Antrag dazu, das Verfahren solange auszusetzen, bis man am zuständigen Gericht in Deutschland entschieden habe, welche Klage wirklich zuerst eingereicht wurde.

Das ist nun geschehen. Das Stuttgarter Landgericht hat festgestellt, dass das deutsche Verfahren vorrangig ist, denn die Porsche SE hatte die Klage in Deutschland früher eingereicht. Das sagte ein Sprecher des Gerichts.

“Die Porsche SE begrüßt die Entscheidung des Landgericht Stuttgart, dass ein deutsches Gericht für das Verfahren zuständig ist”, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Das Gericht habe damit die Rechtsauffassung der Porsche SE bestätigt.

Endgültig ist die Entscheidung des Landgerichts jedoch noch nicht. Der klagende Fonds kann gegen das Urteil Rechtsmittel einlegen.

Alle Beiträge zum Stichwort Porsche

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke