Martin Winterkorn

Martin Winterkorn: "Unser Fokus liegt auf strategischen Beteiligungen an mittelständischen Unternehmen mit erfahrenem Management sowohl im Inland als auch im Ausland." - Bild: VW

Sowohl 2013 als auch 2014 gehe er von einem Konzernergebnis im niedrigen einstelligen Milliarden-Euro-Bereich aus, sagte Porsche-SE-Chef Martin Winterkorn am Dienstag. 2012 hatte die Porsche SE dank des Verkaufs des Sportwagenherstellers Porsche AG an Volkswagen 7,83 Milliarden Euro Gewinn gemacht und ihren Schuldenberg komplett abgetragen.

“Strategische Beteiligungen im Produktionsbereich” geplant

Ende 2012 hatte die Holding ein Plus von 2,6 Milliarden Euro in der Kasse, nach 1,5 Milliarden Euro Schulden im Jahr zuvor. Das Geld soll in Beteiligungen rund um die Autoproduktion gesteckt werden, die derzeit geprüft würden, sagte Winterkorn. “Konkret geht es beispielsweise um neue Antriebskonzepte und Werkstoffe sowie Technologien für Fahrzeugsicherheit und Konnektivität bis hin zu Fahrzeug- und mobilitätsbezogenen Dienstleistungen.”

“Unser Fokus liegt auf strategischen Beteiligungen an mittelständischen Unternehmen mit erfahrenem Management sowohl im Inland als auch im Ausland”, so Winterkorn. Derzeit würden geeignete Beteiligungsobjekte analysiert und geprüft. Um welche Beteiligungen und Käufe es sich handeln wird, ließ der Volkswagen-Chef allerdings offen.

Winterkorn hält anhängige Klagen für “unbegründet”

Wegen der gescheiterten Übernahmeschlacht mit VW hat Porsche noch Milliardenklagen in den USA und am Landgericht Braunschweig auszufechten. Anleger und Fonds sahen sich damals falsch informiert und fordern Schadenersatz. Porsche halte sämtliche noch anhängigen Klagen weiter für unbegründet, sagte Winterkorn. Finanziell sind die hohen Schadenersatzforderungen nicht eingeplant. Bisher hat der Konzern in seiner Bilanz nur 41 Millionen Euro für Anwalts- und Beratungskosten zurückgestellt.

Die Porsche SE tritt inzwischen als strategische Investmentfirma auf, ist bisher aber nur an VW beteiligt.

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dpa/Porsche/Bettina Mayer