Porsche Modell

Für 2010 vermeldet die Porsche Holding einen kräftigen Gewinn. - Bild: Porsche

Ein Sprecher des Zuffenhausener Autobauers bezifferte das Nettoergebnis auf Anfrage von Dow Jones Newswires am Montag auf 1,3 Milliarden Euro. Eine Vorjahresvergleichzahl lieferte Porsche nicht. Im letzte Geschäftsjahr, das am 31. Juli zu Ende gegangen war, hatten die Stuttgarter noch einen Verlust von 454 Millionen Euro erlitten.

Profitiert hat das Unternehmen vor allem von seiner 51-prozentigen Beteiligung an Volkswagen, die 969 Millionen Euro zum Ergebnis beisteuerte. Die 50,1 Prozent-Beteiligung an der Zwischenholding GmbH, die das Sportwagengeschäft umfasst, steuerte 106 Millionen Euro bei.

Porsche wiederholte frühere Aussagen, dass sich die in der Grundlagenvereinbarung vorgesehenen rechtlichen und steuerlichen Prüfungen der Verschmelzung der Porsche SE auf die Volkswagen AG voraussichtlich verzögern werden. Die Fusion sollte ursprünglich in diesem Jahr abgeschlossen werden, allerdings blieben einige steuerliche und rechtliche Angelegenheiten – darunter auch eine Klage in den USA – ungeklärt. Wegen der noch laufenden Ermittlungen gegen den ehemaligen Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und den Ex-Finanzchef Holger Härter scheint der Zeitplan für die Verschmelzung in diesem Jahr gefährdet. Derzeit geht das Gremium aber davon aus, dass ein erfolgreicher Abschluss ausstehenden Prüfungen so rechtzeitig möglich sei, dass die Verschmelzung gegebenenfalls auch noch nach 2011 gelingen könne.

Ungeachtet aller Schwierigkeiten laufen die Geschäfte beim Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche wieder rund. Von August bis Dezember vergangenen Jahres wurden mit 40.446 Sportwagen 57 Prozent mehr verkauft als im Vorjahreszeitraum.

Dow Jones Newswires