Der Sportwagenhersteller Porsche verlängert offenbar die Jobgarantie von 8.600 Beschäftigten in

Der Sportwagenhersteller Porsche verlängert offenbar die Jobgarantie von 8.600 Beschäftigten in der Region Stuttgart bis 2015. Eine entsprechende Vereinbarung sehe den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen und die Übernahme von 100 Auszubildenden pro Geschäftsjahr vor.

Vorstand und Betriebsrat der Porsche AG haben sich Berichten zufolge auf umfangreiche Investitionen und eine Verlängerung der Standortsicherung für die kommenden fünf Jahre geeinigt. Der Sportwagenbauer will insgesamt mehr als 600 Millionen Euro in seine Werke in und um Stuttgart investieren, so viel wie nie zuvor, wie Stuttgarter Nachrichten und Stuttgarter Zeitung berichten.

Der Sportwagenhersteller Porsche verlängert offenbar die Jobgarantie von 8.600 Beschäftigten in der Region Stuttgart bis 2015. Eine entsprechende Vereinbarung sehe den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen und die Übernahme von 100 Auszubildenden pro Geschäftsjahr vor.

Die Eckpunkte der neuen Betriebsvereinbarung sollen heute der Belegschaft präsentiert werden. Zentraler Punkt ist den Berichten zufolge die Verlagerung der Boxster-Produktion nach Zuffenhausen. Damit wird das in den 1990er-Jahren eingeführte Einstiegsmodell neben dem Klassiker 911er zum zweiten Standbein im Stammwerk. Derzeit wird die Baureihe in Finnland hergestellt. Bereits ab September soll die Boxster-Fertigung schrittweise nach Stuttgart zurückgeholt werden. Ab Frühjahr 2011 soll zudem der Cayman in Zuffenhausen vom Band laufen.

Anfang vergangenen Jahres hatte Porsche begonnen, zu besseren Auslastung der eigenen Produktion die Fertigung des Boxster vom finnischen Partner Valmet abzuziehen. Die Rolle eines Puffers werde künftig ein VW-Werk übernehmen. Porsche soll im kommenden Jahr als zehnte Marke unter das Dach von Volkswagen schlüpfen.

Durch den neuen Vertrag seien die 8.600 Mitarbeiter der Porsche AG in der Zentrale und im Werk Zuffenhausen, beim Vertrieb in Ludwigsburg und im Forschungs- und Entwicklungszentrum Weissach bis zum 31. Juli 2015 vor betriebsbedingten Kündigungen sicher, berichten die Blätter. Die alte Vereinbarung zur Standortsicherung läuft am 31. Juli aus. Betriebsratsvorsitzender Uwe Hück kommentierte die Gespräche über die neue Vereinbarung gegenüber den Stuttgarter Nachrichten mit den Worten: “Das war eine meiner härtesten Verhandlungen.”