Jährlich ist die Produktion von 50.000 Macan in Leipzig geplant. - Bild: Porsche

Jährlich ist die Produktion von 50.000 Macan in Leipzig geplant. - Bild: Porsche

Es ist das größte Projekt in der Porsche-Historie. Der Stuttgarter Autobauer investierte nach eigenen Angaben bisher 250 Millionen Euro in Sachsen. Die Werkserweiterung und der Macan-Anlauf kosteten weitere 500 Millionen Euro. Allerdings sind die Vorbestellungen des sportlich-kompakten SUV so zahlreich, dass eine Kapazitätserweiterung hinter den Kulissen angeblich schon vorbereitet wird. “Wir können mit dem Macan in Leipzig schon etwas atmen”, sagte Bernhard Maier, Porsches Vertriebs- und Marketingvorstand. Laut unterschiedlichsten Medienberichten beträgt die Wartezeit für einen Macan inzwischen mindestens zehn Monate.

Verkaufsstart in Europa ist der 5. April 2014. Ende Juni startet die Auslieferung in den USA und Ende Juli, Anfang August werden die ersten Macan-Modelle nach China ausgeliefert. Etwa ein Drittel der Macans plant Maier in den USA abzusetzen, dem größten Markt für die VW-Tochter, gefolgt von China.

Als verkaufsstärkstes Modell erweist sich anhand der Vorbestellungen bisher der Macan Turbo mit 3,6-Liter-V6-Biturbo-Motor. Und er soll laut Planungen von Porsche auch über den gesamten Fahrzeugzyklus das meistgefragte Modell bleiben. Daher ließ Porsche-Chef Matthias Müller auch im kleinen Kreise verlauten, dass “eine GTS-Variante in Sicht ist”.

Der erste Vierzylinder in einem Porsche ist ebenfalls in Planung: “Einen Vierzylinder werden wir beim Macan sicherlich machen”, so Wolfgang Hatz, Entwicklungsvorstand bei Porsche, im Interview mit AUTOMOBIL PRODUKTION. “Für China werden wir sicherlich einen Vierzylinder bauen. Dort ist ein Vierzylinder schon wegen der Consumption Tax unumgänglich.” Den genauen Zeitpunkt verriet Hatz jedoch nicht.

Mithilfe des Macan dürfte Porsche sein Absatzziel von 200.000 verkauften Autos bereits im kommenden Jahr erreichen. Wenn sich die Märkte weiter so positiv entwickelten und “wenn nichts dazwischen kommt, dann wird das wohl so kommen”, sagte Vorstandschef Matthias Müller in Leipzig. Zuletzt hatte das Porsche-Management ankündigt, die Marke von 200.000 “wahrscheinlich 2016, vielleicht sogar schon 2015″ zu erreichen.

Ein kleiner Wermutstropfen könnte die Euphorie über den Produktionsanlauf freilich trüben: Wie heute am Rande der Werkserweiterung in Leipzig zu hören war, wird der Macan seinem größeren Bruder Cayenne zwischen zehn und zwanzig Prozent des Absatzes nehmen.

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Bettina Mayer