Porsche-Mitarbeiter

Porsche hat den Frauenanteil gesteigert: Von zwölf Prozent in 2012 auf heute rund 16 Prozent. Bild: Porsche

| von Götz Fuchslocher
Andreas Haffner, Porsche
Andreas Haffner, Vorstand für Personal- und Sozialwesen bei Porsche. Bild: Porsche

Wie Porsche meldet, waren Ende 2018 konzernweit 32.325 Mitarbeiter beschäftigt. Seit 2012 hat der Sportwagenhersteller seine Belegschaft nahezu verdoppelt. Inzwischen zählen mehr als 50 Prozent der Porscheaner zur Generation Y (geboren zwischen 1980 und 1995) oder zu noch jüngeren Jahrgängen. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung konnten mehr als 650 Kollegen von einem befristeten in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen werden. Ein Motor für die Zunahme der Mitarbeiterzahl ist laut Porsche die Elektrifizierung der Modellpalette. Alleine für den Bau des Taycan und seines Derivats Taycan Cross Turismo, die beiden ersten Elektro-Sportwagen aus Zuffenhausen, suche das Unternehmen in den kommenden Monaten über 1.000 Fachkräfte, hört man aus Zuffenhausen. Insgesamt entstünden rund um den Taycan 1.500 neue Arbeitsplätze.

Zu den strategischen Zielen zähle es auch, den Frauenanteil zu steigern. Waren es 2012 noch zwölf Prozent, so sind es heute rund 16 Prozent. „Die Anzahl der Frauen in Führungspositionen hat sich in dieser Zeit verdreifacht und die gesamte Entwicklung zeigt, dass wir auch für Frauen ein sehr interessanter Arbeitgeber sind und die richtige Strategie in unserer Personalentwicklung verfolgen“, sagt Andreas Haffner, Vorstand für Personal- und Sozialwesen bei Porsche. Die Strategie setze auf Chancengleichheit, heißt es. In allen Vorstandsressorts gebe es in der Zielvereinbarung der Führungskräfte verankerte Messgrößen zur Beförderung von Frauen. Die Vorgaben ergeben sich jeweils aus dem prozentualen Anteil an Frauen im oberen Tarifbereich. Damit sei eine faire Beförderungspolitik für Frauen und Männer gesichert. Haffner: „Um noch mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen, müssen wir also konsequent die Pipeline füllen.“ Porsche habe zudem seine Attraktivität als Arbeitgeber steigern können.

Bei Porsche hat sich der Anteil an weiblichen Auszubildenden in der technisch-gewerblichen Ausbildung in den vergangenen Jahren von sechs auf fast 30 Prozent gesteigert. Immerhin 21 Prozent der neuen Stellen im Jahr 2018 konnten mit Frauen besetzt werden. 160.000 Bewerbungen und eine Fluktuationsquote von 0,7 Prozent in 2018 dokumentiere die Attraktivität des Arbeitgebers Porsche.