Der Panamera verkauft sich besonders gut in China ? und hilft dem Unternehmen, den Porsche-Verlust

Der Panamera verkauft sich besonders gut in China ? und hilft dem Unternehmen, den Porsche-Verlust in Grenzen zu halten. Auch in den USA war der Panamera nach April auch im Monat Mai 2010 erneut die am meisten verkaufte Baureihe von Porsche.

Porsche konnte in den vergangenen Monaten dank seiner neuen Modellreihe Panamera einen deutlichen Umsatzzuwachs erzielen. In den ersten neun Monaten des seit August laufenden Geschäftsjahres setzte Porsche 5,2 Milliarden Euro um,  11,8 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Meistverkauftes Modell blieb der Cayenne. Porsches Rendite ist wieder zweistellig.Der Panamera verkauft sich besonders gut in China ? und hilft dem Unternehmen, den Porsche-Verlust in Grenzen zu halten. Auch in den USA war der Panamera nach April auch im Monat Mai 2010 erneut die am meisten verkaufte Baureihe von Porsche.

Der höhere Anteil der teuren Luxuslimousine, die schon in der sparsamsten Grundausstattung mehr als 75.000 Euro kostet, trieb nicht nur den Umsatz sondern auch die Rendite.

Absatz stabil

Porsche verkaufte in den ersten drei Quartalen seines Geschäftsjahres insgesamt 53.605 Fahrzeuge ? fast so viele wie im gesamten Vorjahr mit 53.635 Einheiten.

Die meistverkaufte Baureihe blieb der Cayenne mit 18.932 Fahrzeugen. Dies entspricht einem Rückgang von 23,3 Prozent, der darauf zurückzuführen ist, dass sich die aktuelle Modellgeneration am Ende ihres Lebenszyklus befindet. In den kommenden Monaten wird der Nachfolger weltweit in die Märkte eingeführt.

Der neue Panamera erreichte einen Absatz von 13.906 Einheiten, obwohl die Einführung dieses Gran Turismo laut Porsche erst im September 2009 stattfand. In manchen Regionen erfolgte der Marktstart sogar erst im Dezember 2009.

Der 911 erreichte im Zeitraum vom 1. August 2009 bis zum 30. April 2010 einen Absatz von 13.137 Einheiten ? ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr von 35,1 Prozent, was laut Unternehmen auf das anhaltend schwierige wirtschaftliche Umfeld zurückzuführen ist.

Der Absatz der Boxster-Baureihe einschließlich der Cayman-Modelle sank um 12,2 Prozent auf 7.630 Fahrzeuge.

China vorn

Der Blick auf die einzelnen Regionen zeigt, dass in Europa der Porsche-Absatz um 5,1 Prozent auf 18.607 Einheiten abnahm. In Nordamerika betrug der Rückgang bei 15.592 verkauften Fahrzeugen 17,8 Prozent und spiegelt damit das anhaltend schwierige wirtschaftliche Umfeld auf diesem Porsche-Kernmarkt wider.

In den anderen Weltregionen konnte Porsche kräftig wachsen. Mit 19.406 Einheiten betrug der Absatz 28,9 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung ist insbesondere auf die neuen Märkte zurückzuführen, allen voran China.

Für das gesamte Geschäftsjahr 2009/10 ist Porsche weiterhin davon überzeugt, einen Absatz zu erreichen, der über dem Vorjahreswert von 75.238 Fahrzeugen liegt.

Mehr produziert – dank Panamera

Insgesamt wurden im Berichtszeitraum 60.043 Fahrzeuge produziert, ein Plus im Vorjahresvergleich von 0,7 Prozent, wie die Stuttgarter meldeten.

In Leipzig liefen 19.841 Einheiten der Baureihe Cayenne vom Band. Vom neuen Panamera wurden 16.970 Fahrzeuge gefertigt.

Im Werk Zuffenhausen ging die Modellreihe 911 auf 14.344 gefertigte Einheiten zurück. Die Produktion der Boxster-Baureihe einschließlich der Cayman-Modelle sank insgesamt auf 8.888 Einheiten.

Weniger Nettoverlust erwartet

Mit einem operativen Gewinn in Höhe von 600 Millionen Euro erzielte der hochverschuldete Konzern im Fahrzeuggeschäft erneut eine zweistellige Umsatzrendite von 11,5 Prozent und liegt damit weit vor seinen Wettberwerbern.

Deswegen erwartet das Unternehmen für das Gesamtjahr jetzt nur noch einen Nettoverlust in Höhe von weniger als einer Milliarde Euro. Bisher waren die Stuttgarter wegen Abschreibungen auf den Aktienbesitz an VW von einem deutlich höheren Minus ausgegangen.

Vor Jahresfrist hatte die Sportwagenschmiede noch 4,2 Milliarden Euro verdient, da milliardenschwere Optionsgeschäfte mit VW-Aktien den Gewinn nach oben getrieben hatten. Im laufenden Geschäftsjahr dagegen liefen bei der Dachgesellschaft Porsche SE Verluste von 700 Millionen Euro auf.

Auf der Porsche SE lasten aufgrund der gescheiterten VW-Übernahme per Ende April noch immer Schulden von sechs Milliarden Euro. Nach einer Kapitalerhöhung im ersten Halbjahr 2011 soll die Porsche SE mit der Volkswagen AG verschmolzen werden.