Das Gebäude von Porsche in Bietigheim-Bissingen.

Die zunehmende Vernetzung der Fahrzeuge erfordert neue Herangehensweisen hinsichtlich Wartung und Sicherheit. Bild: Porsche

| von Fabian Pertschy

Aurora Labs erhielt im Zuge seiner abgeschlossenen Finanzierungsrunde 23 Millionen US-Dollar von namhaften Unternehmen der Auto- und Digitalbranche. Der israelische Anbieter von selbstheilender Software ergänzt damit die bisherige Finanzierung in Höhe von rund 11 Millionen US-Dollar.

Angeführt wurde die neue Runde etwa von LG Technology Ventures, der Investment-Sparte der LG Group. Neben bestehenden Investoren beteiligten sich unter anderem die Porsche SE mit 2,5 Millionen US-Dollar sowie Toyota Tsusho als Vertreter der Toyota Motor Corporation.

Serienmäßiger Einsatz bei Porsche SE

„Software wird in Zukunft der große Differenzierungsfaktor im Fahrzeug sein und effiziente Softwareupdates eine immer wichtigere Rolle spielen. Bei Porsche SE gehen wir davon aus, dass Lösungen wie die von Aurora Labs immer wichtiger für Automobilhersteller wie die Volkswagen Gruppe sind“, sagt Lutz Meschke, Mitglied des Vorstands Beteiligungsmanagement von Porsche SE. Die Lösung solle laut dem deutschen OEM innerhalb der nächsten zwei Jahre serienmäßig eingeführt werden.

Das 2016 von Zohar Fox (CEO) und Ori Ledermann (COO) gegründete Unternehmen will die Software-Fernwartung und -Diagnose sowie Over-the-air Updates für Autohersteller und Zulieferer revolutionieren. Die Technologie sammelt dabei kontinuierlich Daten, um durch ein tiefgehendes Verständnis des Software-Verhaltens die Downtime zu reduzieren. Nutzer können somit Softwareprobleme vorhersagen und beheben.

Einsparungen in Milliardenhöhe

„Die kürzlich verabschiedeten UNECE-WP.29-Vorschriften treten voraussichtlich 2021 in Japan in Kraft. Im Zuge dessen arbeitet Toyota Tsusho zusammen mit Aurora Labs daran, die Kosten für Softwareupdates für das gesamte Fahrzeug zu reduzieren. Außerdem ist es unser Ziel, Änderungen am Softwarecode unserer Fahrzeuge zu validieren, sodass diese auch nach Over-the-air Updates noch den Vorschriften entsprechen“, erklärt Mitsuhiro Tsubakimoto, CEO der Chemicals & Electronics Division bei Toyota Tsusho.

Die Lösung soll Fahrzeug-Software vor Fehlern sowie Cyberangriffen schützen und es den OEMs ermöglichen, kontinuierlich neue Funktionen zu ergänzen, um die Lebensdauer ihrer Geräte zu verlängern und das Nutzererlebnis zu verbessern. Realisiert wird dies mithilfe künstlicher Intelligenz und Machine Learning. Die erhoffte Folge: Einsparungen in Milliardenhöhe bei Materialkosten und Datenkommunikation sowie neue, wiederkehrende Einnahmequellen.

„Die Hersteller verschiedenster Geräte benötigen eine bewährte Lösung, mit der ihre Produkte rund um die Uhr laufen. Darüber hinaus müssen Fernwartung sowie vorausschauende Updates möglich sein und Geräte sollten ständig neue Nutzererlebnisse bieten“, führt Anshul Agarwal, Managing Director bei LG Technology Ventures, abschließend aus.

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