Dr. Winterkorn

Dr. Martin Winterkorn: Unser klares gemeinsames Ziel ist die Verschmelzung. - Bild: VW

“Unser klares gemeinsames Ziel ist die Verschmelzung”, sagte Porsche-SE-Chef Martin Winterkorn am Freitag bei der Hauptversammlung in Stuttgart laut vorab verbreitetem Redetext. Winterkorn ist zugleich VW-Chef.

Das Management traf trotz juristischer und steuerlicher Hindernisse weitere Vorbereitungen für den Deal. Für Mitte Dezember 2011 wurde eine außerordentliche Hauptversammlung terminiert, auf der die Aktionäre über die Verschmelzung abstimmen sollen. Dies steht aber unter dem Vorbehalt, dass vorher die noch offenen Fragen gelöst sind. Außerdem hat das Landgericht Stuttgart am Donnerstag auf Antrag von Porsche einen Wirtschaftsprüfer für den Deal bestellt.

Voraussetzung für das Gelingen der Verschmelzung ist aber, dass bis dahin die Altlasten der Porsche SE aus dem 2009 verlorenen Übernahmekampf mit VW beseitigt werden. “Es lässt sich heute noch nicht sagen, wann und in welcher Form die noch offenen Fragen geklärt werden können”, sagte Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch. Dazu gehören die zähen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Deutschland wegen des Verdachts auf Untreue gegen Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und seinen Finanzvorstand Holger Härter. In den USA kämpfen die Stuttgarter zudem mit Schadenersatzklagen von Investoren in Millionenhöhe.

Angesichts der aktuellen Verkaufserfolge beider Unternehmen zeigte sich Winterkorn für den weiteren Jahresverlauf zuversichtlich. Porsche und VW wollen beide in diesem Jahr ihren Absatz und Umsatz weiter steigern. “Die Voraussetzungen für Porsche und Volkswagen, auf Erfolgskurs zu bleiben und deutlich zu wachsen, sind gut”, sagte Winterkorn.

dpa-AFX/Guido Kruschke