Axel Heitmann

Axel Heitmann: "Trotz positiver Signale ist es immer noch zu früh, von einer grundsätzlichen Erholung der Geschäfte zu sprechen." - Bild: Lanxess

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) sowie vor Sondereffekten sackte im Jahresvergleich um 26,4 Prozent auf 187 Millionen Euro ab, wie der Dax-Konzern in Köln mitteilte. Kräftig sinkende Preise und ein schwacher Dollar sorgten beim Umsatz trotz höherer Absatzmengen für einen Rückgang um fünf Prozent auf 2,05 Milliarden Euro. Der Gewinn ging wegen höheren Abschreibungen und Kosten für das Sparprogramm scharf um 88,0 Prozent auf elf Millionen Euro zurück. Analysten hatten dies in etwa erwartet. Die Aktien legten vorbörslich leicht zu.

Lanxess-Chef Axel Heitmann engte die Prognose für das laufende Jahr etwas ein. Das operative Ergebnis (EBITDA vor Sonderposten) dürfte 2013 zwischen 710 und 760 Millionen Euro liegen. Bisher hatten die Kölner hier einen Wert zwischen 700 und 800 Millionen Euro angepeilt. 2012 hatte der Konzern operativ allerdings noch 1,2 Milliarden Euro verdient. Sinkende Preise und die Schwäche der Auto- und Reifenindustrie in Europa fordern ihren Tribut.

Lanxess-Chef Heitmann macht “positive Signale” aus

Nach einem schwachen ersten Halbjahr macht Heitmann positive Signale aus. “Einige unserer Kunden haben wieder damit begonnen, ihre Lagerbestände aufzubauen”, erklärte er. So seien die Absatzmengen sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch zum Vorquartal gestiegenen. “Dennoch ist es aus unserer Sicht immer noch zu früh, von einer grundsätzlichen Erholung der Geschäfte zu sprechen”, mahnte er.

Auch für das vierte Quartal rechnet der Lanxess-Chef insgesamt mit einer verhaltenen wirtschaftlichen Dynamik. Unsicherheit präge das Geschehen. Insbesondere für die Auto- und Reifenbranche sei ein weiter schwieriges Umfeld zu erwarten. Die Autoproduktion dürfte sich in den verbleibenden Monaten des Jahres nur leicht erhöhen. Für die Reifenindustrie sei vor allem in Europa weiter nur von einer leichten Erholung auszugehen.

In der Bauindustrie sei im vierten Quartal nur in den USA und China eine bessere Entwicklung zu erwarten, während in Europa die Talsohle erreicht werden sollte. Im Gegensatz dazu sei für Agrochemikalien weiter eine gute Nachfrage zu erwarten. Auch im dritten Quartal hatte eine unverändert gute Nachfrage nach Agrochemikalien den Konzern stabilisiert.

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dpa/Guido Kruschke