Herbert Diess Interview

"Wir profitieren auch davon, dass wir drei starke Automobilhersteller in Deutschland haben. Und dass wir vielfach mit den gleichen Zulieferern arbeiten und uns bei einigen Fragen, die nicht wettbewerbsbestimmend sind, Synergien finden." Herbert Diess (re.) im Exklusivinterview mit Bettina Mayer (re.) und Frank Volk. - Bild: Frank Volk

Der Premiumautobauer BMW geht mit seiner Submarke “BMW i” in Führung. Weder Audi noch Mercedes spielen das Thema zukünftige Mobilität so souverän wie die Münchener.

Gemeinsam mit Toyotas Know-how will BMW den Vorsprung weiter ausbauen. Exklusivinterview mit Herbert Diess, Mitglied des Vorstandes BMW AG, Entwicklung.

AUTOMOBIL PRODUKTION:Herr Diess, Sie sind jetzt fast genau ein Jahr Entwicklungsvorstand bei BMW. Was haben Sie vorgefunden und wie haben Sie sich im neuen Job zurechtgefunden?

Diess: In den Vorphasen haben Klaus Draeger und ich vieles gemeinsam gestaltet. Wir haben traditionell bei BMW in Einkauf, Technik und Produktion eng zusammengearbeitet. Das haben wir nun nochmals intensiviert – das Entwicklungsresort, der Einkauf und die Produktion arbeiten sehr eng zusammen. Vorgefunden habe ich eine hervorragend aufgestellte Technik mit den Maßnahmen zu Efficient Dynamics, den Baukästen auf der Antriebs- bzw. Motorenseite oder auch den Geometriebaukästen, also die baureihenübergreifenden Fahrzeugarchitekturen. Zudem haben wir mit dem einheitlichen Bordnetz eine sehr gute Ausgangsbasis auf der gesamten Elektrik/Elektronikseite.

AUTOMOBIL PRODUKTION:Waren Sie als Einkaufschef auch schon all diesen Dingen beteiligt?

Diess: Ja, denn vieles geht nur im Zusammenspiel. Da ungefähr 70 Prozent der Wertschöpfung von Zulieferen kommt, muss man wissen, wo man die besten Teile, wo man die besten Economies of Scale bekommt und wer die kompetentesten Partner sind.

AUTOMOBIL PRODUKTION:Wie fühlen Sie sich im Vergleich mit den Wettbewerbern Audi und Daimler positioniert?

Diess: Ich würde in diesem Wettbewerb auch den VW-Konzern nennen und ich würde sagen, dass der VW Konzern, Daimler und wir in vielen Technologien vorne sind. Wir profitieren auch davon, dass wir drei starke Automobilhersteller in Deutschland haben. Und dass wir vielfach mit den gleichen Zulieferern arbeiten und uns bei einigen Fragen, die nicht wettbewerbsbestimmend sind, Synergien finden. In Summe finde ich die Zusammenarbeit der drei Häuser auf der Technikseite sehr gut.

AUTOMOBIL PRODUKTION:Wie geht es weiter mit dem gemeinsamen Einkauf von BMW und Daimler?

Diess: Das hat sich mittlerweile gut etabliert. Wir treffen uns regelmäßig und konzentrieren uns jetzt stark auf nicht differenzierende Technikaufwendungen für die Zukunft. Für den Kunden wird das keine sichtbaren Auswirkungen haben, ein BMW wird immer ein BMW bleiben.

AUTOMOBIL PRODUKTION:Also geht es über die 100 Komponenten hinaus, die Sie definiert haben…

Diess: Ja, das wächst kontinuierlich, aber es fällt auch immer wieder mal etwas weg. Wichtig ist, dass wir ständig prüfen, was wir alleine entwickeln müssen, um uns dadurch im Sinne unsere Kunden zu differenzieren. Und auf der anderen Seite gibt es eben Commodities, bei denen wir den gleichen Anspruch, das gleiche Gewichtsziel und das gleiche Kostenziel haben – und die, wie zum Beispiel ein Stellmotor für den Sitz, für den Kunden nicht differenzierend wirken. An diesen Stellen arbeiten wir dann zusammen.

AUTOMOBIL PRODUKTION:Auf den Punkt gebracht: Sehen Sie sich gegenüber Audi und Daimler vorne?

Diess: Nach wie vor haben wir mit Efficient Dynamics bezüglich des Flottenverbrauchs einen nennenswerten Vorsprung. Wir waren seit 2007 mit unserem Gesamtpaket an Maßnahmen zur Effizienzsteigerung bei gleichzeitiger Beibehaltung der BMW typischen Dynamik mit Sicherheit die, die am schnellsten ausgerollt und die Verbräuche am Deutlichsten gesenkt haben. Bisher haben wir den Flottenverbrauch schon um etwa 30 Prozent reduziert und haben uns bis 2020 nochmals 25 Prozent vorgenommen. Und wir sind bei ConnectedDrive, also dort, wo wir das Fahrzeug mit seiner Umwelt vernetzen, voraus. Wir waren vor vielen Jahren die Ersten, die das Fahrzeug mit eigenen Mobilfunkkarten ausgestattet hatten. Wir haben das größte Angebot für Businesskunden, bei uns kann man zum Beispiel den Kalender anzeigen lassen oder Nachrichten diktieren und versenden.

Wir sind jetzt die Ersten mit LTE im Fahrzeug. Und wir waren die Ersten mit Internet im Auto. Seit drei Jahren sind wir das einzige Unternehmen, das schon eine nennenswerte Flotte an Fahrzeugen mit eigenen IP-Adressen hat. Und zwar alle BMW 5er und 7er Modelle. Also haben wir etwa drei Millionen Fahrzeuge, die kontinuierlich im Netz unterwegs sind. Auch beim Thema Autonomes Fahren haben wir vor nunmehr fast 2 Jahren gezeigt, was auf deutschen Autobahnen bereits machbar ist. In der Fahrzeugvernetzung haben wir sicherlich heute einen Vorsprung, den wir mit BMW i ab Ende 2013 weiter ausbauen wollen.

Herbert Diess

Herbert Diess: "Wir bringen in diesem und im nächsten Jahr 22 neue Modelle auf den Markt. Die Hälfte davon hat keinen Vorgänger." - Bild: BMW Group

AUTOMOBIL PRODUKTION:Also in allen Kernbereichen…

Diess: Die Kunden achten auf die Details: Das Design, der Verbrauch, die Ökonomie der Fahrzeuge. Der Wettbewerb zwischen den drei deutschen Wettbewerbern ist definitiv sehr intensiv.

AUTOMOBIL PRODUKTION:Welche Prioritäten haben Sie sich für die Jahre 2013, 2014 und 2015 gesetzt?

Diess: Wir bringen in diesem und im nächsten Jahr 22 neue Modelle auf den Markt. Die Hälfte davon hat keinen Vorgänger. Das ist also ein großes Wachstumsprogramm und bedeutet für uns in der Entwicklung und die Kollegen im Einkauf und der Produktion eine große Herausforderung. Wir haben uns vorgenommen, mit BMW i und den Modellen BMW i3 und i8 eine neue Marke zu etablieren. Mit einer völlig neuen Architektur, mit zukunftsweisenden Werkstoffen wie kohlefaserverstärkten Kunststoffen.

Parallel werden wir Plug-In-Hybride in allen Baureihen bringen und treiben die Entwicklung der konventionellen Motoren hin zu noch weniger Verbrauch voran. Sie sehen, das Programm, das wir in der Entwicklung stemmen, ist wahrscheinlich größer als jemals zuvor. Die Herausforderung und Motivation ist auch dementsprechend hoch.

AUTOMOBIL PRODUKTION:Und welche Modelle werden ausschlaggebend sein für ihre Performance 2020?

Diess: Wir sind überzeugt, dass dann BMW i eine große Bedeutung für uns haben wird, denn wir gehen damit das Thema Elektromobilität konsequent an und werden ein überzeugendes Angebot auf dem Markt haben. Heute bekannte Modelle wie der BMW 3er werden auch 2020 maßgeblich für unseren Erfolg sein, aber darüber hinaus werden wir in allen 3 Konzernmarken weiter wachsen und neue Modelle auf den Markt bringen. Wir sind hier auf einem sehr guten Weg.

AUTOMOBIL PRODUKTION:Aber ein Blick vielleicht auf 2020 mit den 95 Gramm CO2. Werden Sie das mit der i-Flotte als Premiumanbieter schaffen können?

Diess: Wir glauben, dass wir das nur mit einem sinnvollen Angebot an elektrifizierten Fahrzeugen schaffen können – und die BMW i Flotte gehört dazu. Reine Elektrofahrzeuge und Plug-in Hybride, die wir in allen Baureihen anbieten werden, spielen für diese Ziele eine sehr große Rolle. Aber auch die weitere Effizienzsteigerung der konventionellen Antriebe, die Verbesserungen der Aerodynamik oder auch ein intelligenter Leichtbau werden einen Beitrag leisten Um es kurz zu machen: Im richtigen Mix werden wir dieses Ziel erreichen, auch wenn es eine große Herausforderung ist.

AUTOMOBIL PRODUKTION:Mit BMW i sind sie der „Frontrunner“ in diesem Thema und gehen das sehr konsequent an. Im Moment ist das Thema Elektromobilität ein bisschen schwierig und es wechseln schon viele auf Plug-In-Hybride. Sind sie da der gleichen Meinung?

Diess: Überhaupt nicht. Der BMW i3 wird fahrdynamisch absolut überzeugen. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen und auch die Journalisten, die bei der Fahrerprobung dabei sein konnten, bescheinigen uns das. Der i3 wird ein Fahrzeug sein, das Sie in der Stadt jedem anderen Modell vorziehen werden. Er wird durch sein Fahrverhalten viel Freude machen, und er wird ein attraktives und unverwechselbares Design haben. Er wird innen und außen unseren Premiumanspruch ausstrahlen und zum Beispiel durch die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen mit Nachhaltigkeit verknüpft sein. Außerdem wird er den Kunden einen Mehrwert bieten, den sie für die Stadt benötigen: Eine hohe Sitzposition, ein enger Wendekreis, ausreichend Stauraum, vier Sitzplätze, Coach Doors und nicht zuletzt eine für die Stadt maßgeschneiderte elektrische Reichweite. Also da bin ich sehr optimistisch.

AUTOMOBIL PRODUKTION:Die S-Klasse ist für Ihren Konkurrenten Daimler auch ein sehr wichtiges Auto. Was setzen Sie dem entgegen?

Diess: Unseren 7er haben wir gerade deutlich überarbeitet. Er ist auf dem neuesten technischen Stand was Fahrwerk, Antriebe, CO2-Emissionen, aber auch Komfort und Konnektivität angeht. Wir sind mit dem 7er mehr als wettbewerbsfähig.

Herbert Diess

Herbert Diess: "In Summe sind wir bei den Fahrerassistenzsystemen auf dem neuesten Stand und in einzelnen Feldern sogar leicht vorne." - Bild: BMW Group

AUTOMOBIL PRODUKTION:Daimler erklärt, dass die S-Klasse ab Sommer das sicherste Auto mit den meisten Assistenzsystemen sein wird…

Diess: …auch bei den Assistenzsystemen sind wir ja in vielen Aspekten vorn. Wir haben zum Beispiel seit Neuestem eine Tiererkennung in unserem Nightvision System. Das heißt, der Fahrer bekommt nachts nicht nur angezeigt, wenn ein Mensch am dunklen Straßenrand läuft, er erkennt auch Tiere wie beispielsweise Rehe – ein echter Mehrwert für den Fahrer.

In Summe sind wir bei den Fahrerassistenzsystemen auf dem neuesten Stand und in einzelnen Feldern sogar leicht vorne. Das zeigen auch die Vergleichstests sehr gut. Grundsätzlich geht es bei der Sicherheit aber nicht um die Menge an Systemen, sondern um ein sinnvolles Zusammenspiel im Sinne des Fahrers, also darum, die richtigen Systeme an Bord zu haben.

AUTOMOBIL PRODUKTION:Die Koreaner wollen bis 2017 auch in die Premiumliga. Haben Sie das überhaupt auf dem Radar?

Diess: Absolut. Zum Beispiel hat der Hyundai-Konzern ja in den letzten Jahren das stärkste Wachstum generiert. Zudem ist Hyundai sicherlich auch auf der Technikseite sehr stark und schnell, wenn es um die Ankündigung neuer Entwicklungen geht. Ich glaube daher, dass auch die Premiumhersteller Hyundai ernst nehmen müssen. Zumal Hyundai ja auch die Politik ausgegeben hat, in Zukunft qualitativ zu wachsen und nicht mehr quantitativ.

AUTOMOBIL PRODUKTION:Was auch immer bei den Premiumherstellern ein Kritikpunkt ist, ist das Thema kleine SUVs. Was werden wir da aus dem Hause BMW künftig sehen?

Diess: Wir waren mit dem BMW X5 Pioniere im Premium SUV Segment. Danach haben wir dieses Segment für Europa neu erfunden, indem wir SUVs auch über den Verbrauch, zum Beispiel über unsere effizienten Dieselmotoren in der Gesellschaft akzeptabel gemacht haben. Wir waren dann die Ersten, die mit dem X3 ein Mittelklasse SUV gebaut haben. Wir waren die Ersten, die mit dem X6 ein Coupé-Konzept in diesem Segment eröffnet haben. Und wir waren mit dem BMW X1 die Ersten, die ein kleineres, sehr sportliches Premium SUV präsentiert haben. All diese Fahrzeuge sind bei unseren Kunden sehr begehrt. Ein entscheidender Faktor ist dabei die erhöhte Sitzposition, die von unseren Kunden als sehr sicher und komfortabel empfunden wird. Und die Kunden, die dann noch einen intelligenten Allradantrieb benötigen, haben mit BMW xDrive ein Fahrzeug, welches perfekt auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Eigentlich wäre es doch auch sinnvoll den i3 als kleines SUV anzubieten, weil es witziger aussieht und jungen Leuten gefallen würde. Und Sie letztendlich dann auch in Ihrer Nomenklatur sauber blieben, denn Sie können ja schlecht einen X0,5 machen.

Im Endeffekt haben Sie im BMW i3 bereits die erhöhte Sitzposition und damit eine sehr gute Übersichtlichkeit. Daher stellt sich die Frage derzeit nicht.

AUTOMOBIL PRODUKTION:Aber trotzdem: Wird es eine Variante vom i3 geben?

Diess: Zuerst einmal werden wir den BMW i3 auf die Straße bringen. Danach ist zwar einiges vorstellbar, aber das wäre heute noch Spekulation. Studien, wie Varianten aussehen könnten, haben wir ja bereits gezeigt.

AUTOMOBIL PRODUKTION:Und wann werden Sie das entscheiden?

Diess: So schnell noch nicht.

Herbert Diess

Herbert Diess: "Mit Toyota haben wir noch das Projekt einer gemeinsamen Plattform für einen Sportwagen, wo wir noch in der Definitionsphase sind." - Bild: BMW Group

AUTOMOBIL PRODUKTION:Was macht Ihre Kooperation mit Toyota?

Diess: Wir haben verschiedene Felder der Zusammenarbeit vertraglich definiert. Toyota wird von uns Dieselmotoren übernehmen. Das halten wir nicht nur für wirtschaftlich interessant, sondern es ist auch ein Signal, was der bessere Weg ist – Diesel oder Hybrid. Wenn Toyota nun auch Diesel einsetzt, zeigt das, dass Diesel durchaus wettbewerbsfähig ist. Es ehrt uns außerdem, dass Toyota unsere Diesel auswählt und nicht die der Wettbewerber. Außerdem halten wir auch die Brennstoffzelle für eine durchaus relevante Technologie, wenn es langfristig darum geht, völlig emissionsfrei zu fahren. Wir glauben, dass wir dafür mit Toyota absolut den richtigen Partner haben.

AUTOMOBIL PRODUKTION:Und Sie bekommen von Toyota Plug-In-Technologie?

Diess: Wir arbeiten im Wesentlichen in der Brennstoffzellentechnologie zusammen. Fahrzeuge mit Brennstoffzellen sind auch Elektrofahrzeuge, die neben der Batterie noch eine weitere Stromquelle an Bord haben. Man könnte sagen, dass die Brennstoffzelle wie ein Range Extender eingesetzt werden kann. Sie brauchen also eine Batterie, einen Elektromotor und Leistungselektronik. Die Brennstoffzellenentwicklung forcieren wir ab jetzt gemeinsam mit Toyota. Aufgrund der Basistechnologie wird es verschiedene Ausprägungen für Toyota und für uns geben. Da die Entwicklungsaufwände hoch sind und das Programm sehr langfristig angelegt ist, macht die Kooperation auch absolut Sinn.

AUTOMOBIL PRODUKTION:Und im Gegenzug erhält Toyota von Ihnen Dieselmotoren und die CFK-Technologie?

Diess: Toyota besitzt in der CFK-Technologie auch hohe Kompetenz. Daher geht es nun eher darum, unser Wissen effektiv zu teilen und spezifische Problemlösungen zu erarbeiten, um CFK noch geeigneter für die Großserie zu machen. Es geht also um Verfahrensentwicklung. Dadurch werden sich auch auf der Kostenseite nochmals deutliche Effekte ergeben. Und dann haben wir noch das Projekt einer gemeinsamen Plattform für einen Sportwagen, wo wir noch in der Definitionsphase sind. Wir haben in Summe mit Toyota eine Balance gefunden, die für beide Unternehmen Sinn macht.

AUTOMOBIL PRODUKTION:Von welchen Faktoren hängt es ab, ob dieser gemeinsame Sportwagen zustande kommt?

Diess: Das muss im Portfolio beider Unternehmen Sinn machen, denn beide Unternehmen verfolgen heute ganz unterschiedliche Sportwagen-Konzepte. Da muss man sich zuerst einmal überlegen: Was ist das Beste für beide Unternehmen und wo bekommen wir den besten Technologiesprung hin. Das ist eine Sache, die wir uns gemeinsam gründlich überlegen.

AUTOMOBIL PRODUKTION:Und die CFK-Geschichte mit Toyota läuft parallel zu der mit SGL? Sie machen sozusagen zwei Entwicklungsstränge auf…

Diess: CFK ist ja ein industrieweites Thema. Es gibt kaum einen Wettbewerber, der nicht an CFK arbeitet. Die Frage ist nur, mit welchen Partnern man das betreibt. In der Faserherstellung arbeiten wir mit SGL zusammen. Und zum Beispiel bei der Verarbeitung der Verschnitte der Reststoffe und in der Verfahrensentwicklung mit Boeing. Mit Toyota arbeiten wir an dem Thema Industrialisierung. Zusätzlich haben wir aber auch etwa zehn sehr kompetente Zulieferer.

AUTOMOBIL PRODUKTION:Gibt es eine Art Prioritätenliste, die Sie mit Toyota abarbeiten?

Diess: Nein, es gibt eben diese fünf Projekte: Diesel-Motoren Lieferung, Batteriezellforschung, Brennstoffzelle, CFK und die Sportwagenplattform.

AUTOMOBIL PRODUKTION:Und die sind gleichrangig…

Diess: …Je nachdem. Man könnte jetzt den Aufwand konkret messen. Aber was zählt ist, dass wir in allen fünf Projekten das für beide Unternehmen erwünschte Ergebnis erzielen. Wir sind daran interessiert, dass alle fünf Projekte gleichermaßen erfolgreich sind.

AUTOMOBIL PRODUKTION:Was hat sich in der Beziehung zu den Zulieferern geändert, seit sie in der Entwicklung sind?

Diess: Ich glaube nichts. Gerade haben Klaus Draeger und ich ein Wochenende mit den Chefs der wichtigsten Zulieferer verbracht. Und ich habe den Eindruck, da hat sich nicht viel verändert.

Das Interview führten Bettina Mayer und Frank Volk