Martin Winterkorn und Ferdinand Piech, Volkswagen

Martin Winterkorn und Ferdinand Piech stehen möglicherweise vor ihrem nächsten großen Übernahme-Coup. Bild: Volkswagen

Auf Großaktionärsebene fänden Gespräche über eine Übernahme von Fiat Chrysler statt, schreibt das manager magazin. In einer Integration von Chrysler sehe Volkswagen einen möglichen Lösungsansatz für die eigenen US-Probleme.

Gespräche soll es laut dem Magazin zwischen Volkswagen-Großaktionär Ferdinand Piëch, den Familien Elkann und Agnelli als Fiat-Haupteigner sowie deren Unterhändlern gegeben haben. Weder bei VW noch bei Fiat Chrysler war zunächst jemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die Italiener würden sich künftig gern auf die Sportwagenmarke Ferrari konzentrieren, zitiert das Blatt aus Konzernkreisen. Sie wollten sich fast komplett aus dem Automobilgeschäft zurückziehen. Volkswagen habe in der Vergangenheit wiederholt Interesse an den Fiat-Marken Alfa Romeo und Ferrari signalisiert. Inzwischen gehe es in den Gesprächen jedoch vor allem um Chrysler. Fiat hatte Chrysler erst im Januar komplett übernommen.

Volkswagen hat laut dem Bericht große Probleme, VW-Modelle in den USA erfolgreich zu vermarkten. Die Konzernspitze erhoffe sich von einer Chrysler-Übernahme eine Lösung der VW-Probleme in Nordamerika. So könne VW unter anderem von Chryslers engmaschigem Händlernetz sowie von den erfolgreichen Geländewagen und Pick-ups der Amerikaner profitieren.

Einer Einigung stünden jedoch noch diverse Hindernisse entgegen, hieß es in den Konzernkreisen weiter. So lägen die Preisvorstellungen noch deutlich auseinander, und Fiat-Chef Sergio Marchionne verfolge parallel andere strategische Optionen. Zudem erwäge die Volkswagen-Spitze nach den Käufen von Scania und MAN mittelfristig auch Übernahmen weiterer Lkw-Hersteller. Alles gleichzeitig sei jedoch kaum finanzierbar, berichten Topmanager.

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Dow Jones Newswires / ks