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Besonders international tut sich Ford schwer, der Zollstreit zwischen den USA und Handelspartnern wie China und der EU belastet zusätzlich. Im Heimatmarkt Nordamerika dagegen legten die Erlöse dank des SUV-Booms zu. Bild: Ford

Höhere Materialkosten und Zölle sowie Probleme in China und Europa haben den Gewinn des zweitgrößten US-Autobauers Ford im Sommer kräftig sinken lassen. In den drei Monaten bis Ende September fiel der Überschuss im Jahresvergleich um rund 36 % auf 993 Mio Dollar (872 Mio Euro), wie Ford am Mittwoch (24. Oktober 2018) nach US-Börsenschluss in Detroit (US-Bundesstaat Michigan) mitteilte.

Angetrieben von überraschend guten Verkäufen im Heimatmarkt Nordamerika, wo das Geschäft mit SUVs und Pick-up-Trucks boomt, legten die Erlöse dennoch um 3 % auf knapp 38 Mrd Dollar zu. Damit wurden die Markterwartungen deutlich übertroffen - die Aktie stieg nachbörslich zunächst um über 5 %.

„Wir machen weiter Fortschritte bei unseren Bemühungen, Ford neu weitaus wettbewerbsstärker aufzustellen“, sagte Vorstandschef Jim Hackett. Hackett hat ein massives Sparprogramm angekündigt und will die Kosten in den nächsten Jahren drastisch senken. Besonders international tut sich Ford schwer, der Zollstreit zwischen den USA und Handelspartnern wie China und der EU belastet zusätzlich.