Chevrolet Silverado breit

Für seine großen Pick-Ups konnte GM in Nordamerika vergleichsweise hohe Preise verlangen. Das könnte zur Gewinnsteigerung beitragen. Bild: GM

Noch heute wird GM seine Zahlen für das zweite Quartal bekannt geben. Es wird erwartet, dass GM die möglichen Kosten des Fonds für die Opfer des Zündschloss-Skandals bekannt gibt.

GM-Finanzchef Chuck Stevens erklärte Anfang Juni, die erwarteten Kosten für den Opferfond würden als Sonderposten behandelt und mit den Gewinnen des zweiten Quartals 2014 verrechnet.

Hinzu kommen 1,2 Milliarden Dollar Rückrufkosten, die GM dem Quartalsergebnis anrechnen muss. Analysten gehen davon aus, dass der Detroiter Autobauer dann nur noch ungefähr 58 Cent pro Aktie verdienen wird. Im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres waren es noch 84 Cent je Aktie.

Doch nicht alle Analysten stimmen dieser Prognose zu. Sie gehen sogar davon aus, dass General Motors im zweiten Quartal 2014 mehr verdient hat als im Vergleichsquartal 2013. Die Gründe hierfür liegen nach Analystenmeinung darin, dass die Produktions- und Verkaufszahlen höher lagen als erwartet. Außerdem konnte der US-Autobauer eine gehobene Preispolitik für seine neuen SUVs und schweren Pick-Ups durchsetzen.

Schon im ersten Quartal 2014 belasteten Rückrufkosten in Höhe von 1,3 Milliarden Dollar das GM-Konzernergebnis. Nur 125 Millionen Dollar Gewinn konnten damals eingefahren werden. Allerdings ist der Autobauer aus Michigan seit 17 Quartalen in Folge in der Gewinnzone.

Bei der Konzerntochter Opel werden dagegen keine Gewinne für 2014 erwartet. Die Autofertigung in Bochum läuft zum Jahresende aus, Restrukturierungskosten von mehr als 600 Millionen Euro dürften die operativen Verluste noch einmal steigen lassen.

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Gabriel Pankow