Produktion des Mercedes-Benz T-Modell in Bremen

Im Werk Bremen funkt es gerade zwischen dem Arbeitgeber und der Gewerkschaft. Grund; Teile der Logistik sollen ausgelagert werden. Bild: Daimler

Wie der Bremer IG Metall-Bevollmächtigte Volker Stahmann sagte, soll die Arbeit von rund 140 Beschäftigten in der Logistik von Fremdfirmen übernommen werden, die Betroffenen sollen aber innerhalb des Werks eine neue Tätigkeit erhalten. Mercedes selber wollte auf die Einzelheiten zunächst nicht eingehen.

Zuletzt in der Nacht zum Freitag hatten rund 2.500 Beschäftigte nach IG-Metall-Angaben kurzfristig ihre Arbeit niedergelegt. Auch in den Tagen davor hatte es immer wieder spontane Protestaktionen gegeben. Wie Stahmann sagte, befürchtet der Betriebsrat eine Salami-Taktik, nachdem es 2013 bereits eine Fremdvergabe von Logistiktätigkeiten im Werk gegeben hatte. Bislang seien Tätigkeiten in der Logistik auch eine Ausweichmöglichkeit für Mitarbeiter gewesen, die nach jahrelanger Arbeit am Band nur noch eingeschränkt einsetzbar waren.

Im Bremer Mercedes Werk, dem zweitgrößten Pkw-Werk von Daimler arbeiten rund 12.700 Menschen. In den Umbau des Werks investierte Daimler zuletzt mehr als eine Milliarde Euro. Unter anderem wurden ein neues Logistikkonzept und fahrerlose Transportsysteme entwickelt. Bremen ist weltweites Leadwerk für den Bau der Mercedes C-Klasse.

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dpa/fv