PSA Sonnenuntergang

Die Aktie des französischen Autobauers PSA Peugeot Citroen gerät nach einem Bericht über eine mögliche Kapitalerhöhung unter Druck. - Bild: kru

Um mehr als vier Prozent ging es für die Aktie der PSA Peugeot Citroen am Mittwoch zeitweise nach unten. Ein zusätzliches finanzielles Polster würde den Franzosen zwar sehr gelegen kommen, deren fundamentale Probleme aber nicht lösen.

Der französische Volumenhersteller ist sehr stark auf den europäischen Markt fokussiert und wegen der anhaltenden Schuldenkrise in Europa und der damit einhergehenden Zurückhaltung der Verbraucher in zunehmend schwieriges Fahrwasser geraten. Doch nicht nur die starke Ausrichtung auf den absatzschwachen europäischen Markt, auch die hohe Verschuldung der Zulieferer-Tochter Faurecia lasten schwer auf Peugeot. Was Peugeot also braucht, ist eine “Strukturreform”.

Peugeot braucht eine “Strukturreform”

Wie das Handelsblatt (Mittwoch) berichtet, erscheine eine Kapitalerhöhung zunehmend nötig, doch würde damit auch der Einfluss der Peugeot-Familie sinken, die derzeit 25 Prozent der Aktien und 38 Prozent der Stimmrechte hält. Ebenfalls in Frage stehe, ob sich General Motors,die mit sieben Prozent an PSA beteiligt sind, an der Ausgabe neuer Aktien beteiligen würde.

Zuletzt hatte Peugeot im März vergangenen Jahres eine Milliarde Euro am Kapitalmarkt eingesammelt und sich damit finanziell ein wenig Luft verschafft. Mit dem Marktwert des Autokonzerns ging es dessen ungeachtet weiter bergab: 46 Prozent hat er seither eingebüßt.

Alle Beiträge zum Stichwort PSA Peugeot Citroen Europa

Dow Jones Newswires/Handelsblatt/Guido Kruschke