PSA Sonnenuntergang

Eine Kapitalerhöhung bei PSA ist wegen der anhaltenden Krise bei dem französischen Autokonzern nötig. - Bild: kru

Mehrere Szenarien würden geprüft, hieß es am Freitag aus PSA-Kreisen in Paris. Erwartet werde eine Kapitalerhöhung um die 3,5 Milliarden Euro.

Bis vor kurzem galt als wahrscheinlichste Variante, dass Dongfeng und der Staat mit je einer Milliarde Euro bei PSA einsteigen könnten. Die übrigen neuen Aktien würde PSA zum Verkauf anbieten, ohne dabei die Familie Peugeot einzubeziehen, die derzeit 38 Prozent der Stimmrechte hält.

Dongfeng und der französische Staat könnten einsteigen

Eine neue Variante sieht den Kreisen zufolge nun vor, dass die Familie, Dongfeng und der Staat gleichermaßen an der Kapitalerhöhung beteiligt würden und der Rest öffentlich angeboten wird. Demnach könnten die drei Seiten mit je 500 Millionen Euro einsteigen.

Unklar ist nach Angaben aus den Kreisen, ob die Sitzung am Sonntagnachmittag schon die Entscheidung bringen wird. PSA hofft, die Grundzüge einer Einigung mit Dongfeng und dem französischen Staat bei der Vorstellung seiner Jahresbilanz am 19. Februar vorlegen zu können.

PSA hatte Mitte Dezember bestätigt, dass mit dem chinesischen Autobauer, aber auch mit anderen möglichen Partnern Gespräche über eine Kapitalerhöhung geführt würden. Wenig später hatte der US-Autobauer General Motors bekannt gegeben, dass er als Aktionär bei PSA aussteigt, dass die strategische Allianz der Unternehmen aber davon unberührt bleibt.

Eine Kapitalerhöhung bei PSA ist wegen der anhaltenden Krise bei dem französischen Autokonzern nötig. Der Konzern rechnet wegen der Wechselkursentwicklungen und der andauernden Absatzschwierigkeiten mit Abschreibungen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro im vergangenen Jahr.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke