PSA_Carlos-Tavares_Opel_Produktion

Fällte in einem Interview ein hartes Urteil über die Produktion bei Opel: PSA-Chef Tavares. Bild: PSA

| von Frank Volk

Das Urteil, das PSA-Chef gegenüber der Tageszeitung Die Welt über den Zustand der Opel-Fertigung fällt, ist nahezu vernichtend.

Der Konzernlenker sagte, dass er den Eindruck habe, dass die Produktion in vielen Dingen überdimensioniert sei, dass zu viel Energie verbraucht würde und die Prozesse nicht effizient genug seien. Die Fahrzeugfertigung müsse in allen Belangen effizienter werden. Wohin seine Vorstellungen für dei Zukunft liegen dürften, schickte der als knallharter Sanierer bekannte Manager gleich hinterher: die Produktionskosten bei Opel seien „mindestens“ 50 Prozent höher als in den PSA-Werken in Frankreich.

Die Aussagen Tavares´ kommen nur wenige Tage nachdem bekannt wurde, dass im Werk Ellesmere Port, wo Opel-Ableger Vauxhall den Astra baut, eine Schicht gestrichen wird und dadurch 400 Jobs gestrichen werden. Das ist die erste große Personalmaßnahme seit der Opel-Übernahme durch PSA. In Deutschland haben die Tavares´ Äußerungen Befürchtungen neu aufflammen lassen, dass es bei Opel zu härteren Einschnitten in der Fertigung kommen wird. Ein Jobgarantie für die Opel-Beschäftigten gibt es nur bis Ende 2018. Allerdings wird in Betriebsratskreisen bezweifelt, ob selbst diese kurze Frist eingehalten wird.

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