PSA-Chef Carlos Tavares

Für PSA wären Opel-Exporte nach China und USA eher unwahrscheinlich. Bild: PSA

Der Financial Times sagte der PSA-CEO, dass ein Export von Opel-Fahrzeugen außerhalb Europas zwar möglich ist, aber erst dann, wenn der Autobauer wieder Fahrt aufegenommen hat.  Die Zeitschrift wagte einen Ausblick und erklärte, dass PSA die Opel-Fahrzeuge wohl an die Märkte liefern werde, in denen Peugeot und Citroën bereits Autos verkaufen, um dort Fuß zu fassen. Tavares erklärte aber ausdrücklich, dass er Opel nicht gekauft hätte, um in die USA zu gehen; er wisse, dass der US-Markt sehr anspruchsvoll ist.

Allerdings sieht Tavares dem Bericht zu folge, ein riesiges Potenzial auf anderen Märkten wie Lateinamerika, Nordafrika und Teile Asiens. Laut dem Bericht sehen die Vertragsbedingungen von General Motors (GM) für den Erwerb von Opel / Vauxhall auch vor, dass PSA keine Fahrzeuge verkauft, die typische GM-Kennzeichen haben. In die Tasche spielt PSA allerdings die Tatsache, dass der neue Opel-SUV Crossland X, der Citroën C3 Picasso und der Peugeot 2008 nahezu baugleich sind.

Allerdings haben weder PSA noch Opel solide Vertriebsstrukturen außerhalb Europas. Bis Opel mit seinen Einsparungen soweit ist, um einen neuen Vertrieb in anderen Märkten aufzubauen, wird es wohl noch ein langer und steiniger Weg.