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Auch weil die Zahl von Opel/Vauxhall-Modellen auf Konzern-Plattformen stetig steigt, erhöht PSA die Produktionskapazität von Motoren. Bild: PSA

| von Andreas Karius mit Material von Dow Jones Newswires

Ab 2019 sollen Dreizylinder-Turbo-Benzinmotoren der Franzosen nach einer Mitteilung des Unternehmens ab 2019 auch an den Opel-Standorten in Tichy (Polen) und Szentgotthard (Ungarn) montiert werden. Das Komponentenwerk im österreichischen Aspern wird manuelle Sechsganggetriebe für die Topmodelle und die leichten Nutzfahrzeuge herstellen.

In seinen bisherigen Komponentenwerken erhöht der französische Autokonzern seine Kapazität für die Produktion von Motoren und Getrieben ebenfalls und bereitet sich damit darauf vor, dass mit einer wachsenden Zahl von Opel- und Vauxhall-Modellen auf PSA-Plattformen auch die Nachfrage steigen dürfte. Durch eine standortnahe Produktion der Schlüsselkomponenten soll die Fahrzeugproduktion flexibler gestaltet werden können.

Auf die Produktion von Elektromotoren ab 2019 bereitet der Konzern das französische Werk Tremery vor. Dies werde durch das jüngst unterzeichnete Joint Venture mit der Firma Nidec ermöglicht, so Opel in einer Mitteilung. In sieben Jahren soll es für jede Modellreihe des Konzerns ein elektrisches Angebot geben.

In Valenciennes (Frankreich) steigert der Konzern ab 2019 die Produktion von in Lizenz gefertigten Automatikgetrieben. Das volle Potenzial dieser strategischen Partnerschaft mit AISIN AW soll bis 2020 ausgeschöpft werden. Bislang werden diese Automatikgetriebe in Japan und China hergestellt. Das Unternehmen will darüber hinaus mehr manuelle Getriebe „ML“ in Metz-Borny (Frankreich) sowie „MB6“-Sechsgangschaltgetriebe in Aspern (Österreich) fertigen. Damit sollen insbesondere die Topmodelle und die leichten Nutzfahrzeuge des Konzerns ausgerüstet werden und der wachsende Bedarf durch Opel/Vauxhall-Pkw gedeckt werden.

Basis für die Vergabe der Aufträge an die Opel-Werke waren Vereinbarungen mit den Betriebsräten im Zuge des Sanierungsplans "PACE!". Welcher Art die Zugeständnisse der Belegschaft sind, erklärte Opel nicht. Vor einem Monat hatte sich das Opel-Werk im spanischen Saragossa nach Abschluss einer fünfjährigen Betriebsvereinbarung für die Montage des neuen Corsa qualifiziert. Vorangegangen war ein kurzer Arbeitskampf.

Um Opel aus der Verlustzone zu bringen, investiert der neue Mutterkonzern nur noch in Projekte, die profitabel sind. Dazu werden Vereinbarungen mit der Belegschaft geschlossen. Opel belastete das Ergebnis von Peugeot im vergangenen Jahr mit einem Verlust von 179 Millionen Euro.

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