PSA Produktion

Der PSA-Gesamtbetriebsrat hat den vorgelegten Sozialplan gebillgt. Nun kann der Stellenabbau beim französischen Autobauer beginnen. - Bild: PSA

Bei einer Betriebsversammlung in Paris stimmte am Montag nach Gewerkschaftsangaben eine große Mehrheit der Arbeitnehmervertreter dem Sozialplan des Konzerns zu, der unter anderem die Streichung von 11.200 Jobs vorsieht. Über die Umstrukturierung war monatelang gestritten worden.

PSA leidet besonders unter der Krise auf dem europäischen Automarkt, wo der französische Autobauer nach wie vor 57 Prozent seiner Fahrzeuge verkauft. 2012 brach der Absatz von Fahrzeugen des Konzerns weltweit um 16,5 Prozent ein, PSA musste vergangenes Jahr den höchsten Nettoverlust seiner Geschichte verkraften. Der Konzern rechnet auch mit einem schwierigen Jahr 2014.

Massive Stellenstreichungen und Werkschließung in Aulnay-sous-Bois

Die Konsultation der Gewerkschaften war die letzte Etappe, bevor PSA mit der Umsetzung des Sparplans beginnen kann. Fünf der sechs Gewerkschaften bei PSA hatten dem Umstrukturierungsplan bereits zuvor im Grundsatz zugestimmt. Die Abstimmung galt daher nur als Formalie – zumal auch ein Nein der Gewerkschaften die Umsetzung des Plans nicht hätte stoppen können: Das Votum ist für die Konzernleitung nicht bindend.

Neben der Streichung von 11.200 Stellen bis Mai 2014 sieht der Sparplan für kommendes Jahr auch die Schließung des traditionsreichen Werks in Aulnay-sous-Bois bei Paris vor. Dort streiken seit Januar rund 200 Arbeiter. PSA will die Stellenkürzungen ohne Entlassungen erreichen und setzt auf freiwillige Abgänge mit Abfindungen.

Nächster Schritt ist die Steigerung der Produktivität

Im Mai will PSA zudem Verhandlungen mit den Gewerkschaften aufnehmen, um einen Wettbewerbspakt zur Steigerung der Produktivität seiner Fabriken zu vereinbaren. Vorbild ist der französische Konkurrent Renault, der einen solchen Plan bereits mit seinen Arbeitern beschlossen hat.

Alle Beiträge zu den Stichworten PSA Peugeot Citroen Europa

Dow Jones Newswires/dpa/Guido Kruschke