PSA Produktion

Der französische Staat und Dongfeng steigen bei PSA ein. Dadurch verliert die Peugeot-Familie die Kontrolle über den Konzern. - Bild: Peugeot

Gleichzeitig übernimmt der französische Staat Anteile im selben Umfang, um zu verhindern, dass die Chinesen die Kontrolle über das französische Traditionsunternehmen erlangen. Den Deal habe der Aufsichtsrat am Dienstag in Paris beschlossen, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Informanten aus dem Unternehmen.

Bei PSA Peugeot Citroën war dazu am Dienstag zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Das Unternehmen hatte zuvor angekündigt, sich bei der Bilanzpressekonferenz an diesem Mittwoch zum Thema zu äußern.

Grundlage der neuen Eigentürmerstruktur soll demnach eine Kapitalerhöhung um drei Milliarden Euro werden. An ihr sollen sich die beiden neuen Anteilseigner mit jeweils 800 Millionen Euro beteiligen. Gleichzeitig soll der Anteil der Familie Peugeot von 25,4 auf ebenfalls 14 Prozent sinken.

Die jetzt nach den Berichten erzielte Lösung war zuvor lange zwischen den Beteiligten diskutiert worden. Auf diesem Weg verliert die Peugeot-Familie die Kontrolle über den Konzern.

PSA Peugeot Citroën steckt seit langem in einer tiefen Krise. Die Talfahrt des nach VW zweitgrößten europäischen Autobauers hatte sich im vergangenen Jahr fortgesetzt. Die Absatzzahlen des Konzerns gingen im Vergleich zum Vorjahr nochmals um 4,9 Prozent auf 2,82 Millionen Fahrzeuge zurück. Das Minus fiel damit zwar weniger deutlich aus als 2012 (-16,5 Prozent), im Vergleich zur Konkurrenz waren die Zahlen aber dennoch schlecht. Volkswagen etwa lieferte im vergangenen Jahr 5,93 Millionen Autos der Kernmarke aus – das waren 3,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

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dpa-AFX/Andreas Karius