PSA Peugeot Citroen

PSA Peugeot Citroen PSA muss für die erhaltenen Staatshilfen mehr Zugeständnisse machen. - Bild: PSA

Hintergrund ist nach einem Bericht der französischen Zeitung “Les Echos”, dass die staatlichen Garantien Frankreichs für die Peugeot-Finanztochter Banque PSA Finance eine Art Staatshilfen darstellt. Frankreich habe die EU-Kommission darüber in Kenntnis gesetzt.

Die Regierung hatte jüngst der Bank Staatsgarantien bis zu sieben Milliarden Euro für die Emission von Anleihen zur Verfügung gestellt. Wegen des schlechten Gesamtratings des Autokonzerns hatte die Finanztochter im Sommer Schwierigkeiten bekommen, sich zu refinanzieren. Die Bank-Tochter ist von der Verteuerung der Kreditaufnahme besonders betroffen, weil sie im Vergleich zu anderen Konkurrenten kein Einlagengeschäft betreibt und sich somit komplett auf anderen Wegen refinanzieren muss.

Konkurrenz ist von Staatsgarantien nicht begeistert

Frankreichs Garantien für die Peugeot-Bank erzürnt Wettbewerber, weil das Triple-A-Rating eine Wettbewerbsverzerrung darstelle. Die französische Regierung knüpft die Unterstützung jedoch an Job-Garantien und Mitsprache.

Ein Sprecher des Autobauers wiegelte mögliche Probleme mit den EU-Wettbewerbshütern ab. Die schriftliche Benachrichtigung der EU-Kommission sei ein normaler Vorgang, sagte er. Dies habe geschehen müssen, nachdem das französische Parlament Ende Dezember die Maßnahme durchgewunken habe. Die Erlaubnis der Behörde in Brüssel werde innerhalb der kommenden zwei Monate erwartet.

Peugeot habe während der Laufzeit der Staatsgarantien bereits der französischen Regierung Zugeständnisse gemacht. Neben dem Dividendenstopp, der Deckelung von Managergehältern, einer unabhängige Überwachung der Sanierungsbemühungen ziehe auch ein Regierungsvertreter in den Verwaltungsrat ein. Mit Blick auf weitere Zugeständnisse gebe es “nichts Neues”, erklärte der Sprecher weiter.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke