PSA Sonnenuntergang

Der französische Autobauer PSA Peugeot Citroen plant derzeit keine Kapitalerhöhung. - Bild: kru

Zuvor hatte die französische Tageszeitung “La Tribune” auf ihrer Webseite unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person berichtet, dass der angeschlagene Autobauer in Erwägung zieht, sein Finanzpolster durch eine Kapitalerhöhung aufzubessern. Daraufhin war die Aktie von PSA Peugeot Citroen auf Talfahrt gegangen und hatte teilweise mehr als vier Prozent eingebüßt.

Der französische Volumenhersteller ist sehr stark auf den europäischen Markt fokussiert und wegen der anhaltenden Schuldenkrise in Europa und der damit einhergehenden Zurückhaltung der Verbraucher in zunehmend schwieriges Fahrwasser geraten. Doch nicht nur die starke Ausrichtung auf den absatzschwachen europäischen Markt, auch die hohe Verschuldung der Zulieferer-Tochter Faurecia lasten schwer auf PSA.

Zuletzt hatte PSA im März vergangenen Jahres eine Milliarde Euro am Kapitalmarkt eingesammelt und sich damit finanziell ein wenig Luft verschafft. Mit dem Marktwert des Autokonzerns ging es dessen ungeachtet weiter bergab: 46 Prozent hat er seither eingebüßt.

Analysten halten Kapitalerhöhung grundsätzlich für recht wahrscheinlich

Analysten von der Bank HSBC halten die Wahrscheinlichkeit, dass PSA früher oder später eine weitere Kapitalerhöhung durchführen wird, grundsätzlich für recht hoch. Der Autohersteller stehe unter erheblichem finanziellen Druck, argumentieren sie.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke