Carlos Tavares breit

PSA-Chef Carlos Tavares: Erste Erfolge des Sparprogrammes - Bild: PSA

Carlos Tavares, der seit April an der Spitze des angeschlagenen französischen Herstellers steht, sieht in dem Ergebnis auch eine Bestätigung des von ihm ausgerufenen Programmes “Back to race”, mahnte aber, das positive Ergebnis jetzt überzubewerten und nutzte die Vorlage der Halbjahreszahl, um die Mitarbeiter zu eiserner Spardisziplin aufzurufen. Tatsächlich ist die Wende vor allem ein Resultat des noch unter seinem Vorgänger Philippe Varin eingeleiteten Sparprogramms, denn: Sowohl im Konzern wie in der Autosparte blieb der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr konstant bei 27,6, respektive 18,6 Milliarden Euro. Dabei ist es dem Autobauer sogar gelungen, negative Währungseffekte in Größenordnung von 251 Millionen Euro zu kompensieren. Deutlich positive Wirkung kommt auch von den Joint-Ventures in China. Deren vorläufige Ergebnisse eingerechnet, käme PSA im Autogeschäft auf ein operatives Ergebnis von 128 Millionen Euro, so der Hersteller in einem Statement.

Mit dem Ergebnis des ersten halben Jahres lag PSA über den Erwartungen der meisten Analysten. Diese sehen in dem Resultat einen wichtigen Schub zur Realsierung des von Tavares ausgegebenen Restrukturierungsplanes “Back to race”. Dieser sieht im Kern eine deutliche Reduzierung der Modellvielfalt, eine deutlichere Differenzierung zwischen den Marken Peugeot und Citroen sowie eine Fokussierung auf China vor. Beim Ausblick auf die weitere Entwicklung zeigt sich PSA vorsichtig. So erwartet der Konzern für das Gesamtjahr ein Marktwachstum von drei Prozent in Europa und 10 Prozent in China. Dem stehen deutliche Belastungen aus Lateinamerika (-7 Prozent) und Russland (-10 Prozent) entgegen. Eine konkrete Ergebnisprognose für 2014 gibt es von den Franzosen nicht. Bestätigt wurde aber das Ziel, bis 2018 eine operative Marge von 2 Prozent zu erreichen und diese zwischen 2019 und 2023 auf 5 Prozent zu steigern.

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Frank Volk