Qoros erhält Millionen für Entwicklung von Elektroautos

Bei der Motor Show 2016 in Guangzhou zeigte Qoros erstmals seine Vorstellungen von einem Elektroauto. Nun hat der Autobauer von seinen Muttergesellschaften einen hohen Millionenbetrag für die Entwicklung und Produktion von Elektroautos bewilligt bekommen. Bild: Qoros

Mit der Bewilligung des Darlehens ist auch die Frage beantwortet, ob die zwei Großinvestoren Chery und Kenon noch zu der 2007 mit viel deutschem Know-how  gegründeten Marke stehen. Qoros galt als großer Hoffnungsträger der chinesischen Autoindustrie.

 Als 2014 das erste Modell an den Verkaufsstart rollte, wurde in etlichen deutschen Medien darüber spekuliert, ob damit das Ende der Vormachtstellung von VW in China eingeleitet werde. Inzwischen gilt die Marke als einer der größten Flops der jüngeren Geschichte der Automobilindustrie. Trotz etlicher Wechsel an der Führungsspitze, begleitet von Strategieschwenks, kommt Qoros nicht in Schwung. In den ersten neun Monaten des Jahres 2016 verkaufte der Hersteller rund 16.000 Einheiten in China, im selben Zeitraum lief ein Nettoverlust von umgerechnet rund 185 Millionen US-Dollar auf.

An Aufgeben scheint man aber nicht zu denken. So hat der Autobauer nun mitgeteilt, dass die Muttergesellschaften Chery  und Kenon ein Darlehen über umgerechnet knapp 72 Millionen US-Dollar zur Entwicklung und Produktion von Elektroautos bewilligt hätten. Branchenexperten rechnen damit, dass Qoros mit dem Geld das bei der Guangzhou Motors Show 2016 als Concept-Car gezeigte Elektromodell zur Produktionsreife weiterentwickeln will. Über einen möglichen Produktionsstart liegen keine Informationen vor.