Forum 2013 Thomas Raffeiner

Thomas Raffeiner: "Es steckt hohes Kostensenkungspotenzial auf der Batterieseite." - Bild: Tobias Bugala

Offen ist nach Einschätzung des E-Mobility-Pioniers bei der Abschluss-Keynote des AUTOMOBIL FORUM in Stuttgart lediglich die Entwicklungsgeschwindigkeit mit der die Umstellung auf elektrischen Antrieb erfolge.

Raffeiner sieht in den nächsten Jahren einen stufenweisen Übergang über Plug-In-Hybride, Range Extender hin zu rein elektrischen Fahrzeugen. Bis zum Jahr 2030 erwartet der TMH-Chef, dessen Unternehmen unter anderem das Batterie-Management und die begleitenden Dienstleistungen für den BMW i übernommen hat und in zahlreichen weiteren E-Mobilitäts-Projekten die Schnittstelle zwischen Hersteller und Energieversorgung der E-Fahrzeuge managt, mit einem Anteil von etwa fünf Prozent rein elektrischer Fahrzeuge bei den Neuzulassungen in Deutschland.

Den Trend zur E-Mobilität bezeichnete Raffeiner angesichts der gesetzten Ziele zur C02-Reduzierung auf 95 Gramm im Jahr 2020 als unumkehrbar. Einer der Schlüsselfaktoren für die Entwicklungsgeschwindigkeit stelle dabei Leistungsfähigkeit und Kosten der Batteriesyteme dar. Hier rechnet der E-Mobility-Experte damit, dass sich die Kosten der Batterie bei gleichzeitiger Steigerung der Leistungsfähigkeit bis 2020 um 60 bis 65 Prozent im Vergleich zu 2010 verringern.

Als Beispiel nannte Raffeiner Tesla: Kostete das Batteriepackage für den Tesla Roadster im Jahr noch 280 Dollar je Kilowattstunde, so kostet das selbe Package für den aktuellen Tesla S jetzt noch 200 Dollar: “Es steckt hohes Kostensenkungspotenzial auf der Batterieseite,  und das wird die Wettbewerbsfähigkeit der E-Mobilität innerhalb einer Dekade deutlich erhöhen.”

Frank Volk