Range Rover Evoque Cabrio

Wird das Evoque-Cabrio Schiffbruch erleiden oder sich als Verkaufsschlager entpuppen. Bild: JLR

Gegenüber der Automotive News Europe wollte ein Sprecher der noblen Offroad-Marke keine genauen Produktionszahlen nennen. Er bestätigte allerdings, dass der Oben-ohne-Evoque auf den großen Märkten USA, China und Europa bei den Händlern stehen wird.

Dabei erscheint das Offroad-Cabrio bald jetzt schon wie ein alter Bekannter – ohne offiziell auf dem Markt gewesen zu sein. Schließlich feierte das Cabriolet als Concept Car seine Premiere bereits im Jahr 2012. Die Analysten von IHS Automotive sehen diese Verzögerung begründet in anderen Projekten, die Jaguar Land Rover als wichtiger einstufte.

So brachten die Briten beispielsweise den Discovery Sport auf den Markt. Der Freelander-Ersatz ist im Gegensatz zum Evoque Cabrio kein Nischen-, sondern ein Volumenmodell und Stückzahl-technisch in ganz anderen Dimensionen. Folglich ist er wirtschaftlich für das Unternehmen weitaus wichtiger. Darüber hinaus hat es laut IHS keinen Bedarf gegeben die Evoque-Modellpalette durch ein neues Modell aufzupeppen. Schließlich verkauften sich 3- und 5-Türer mehr als blendend.

Ob das Evoque Cabrio zum Absatz-Renner wird muss sich erst noch zeigen. Das SUV-Cabrio-Segment ist bis heute nahezu unerforschtes Terrain – aber nur nahezu. Nissan wagte mit dem Murano Carbiolet vor wenigen Jahren einen Versuch und erlitt kapitalen Schiffbruch. Zwischen 2011 und 2014 entschieden sich lediglich 4.600 Fans des offenen Fahrvergnügens dieses Modell. Im selben Zeitraum verkaufte Nissan 261.000 Einheiten des geschlossenen Murano.

Doch dem offenen Evoque könnte größerer Erfolg beschieden sein. Laut IHS-Analyse könnte Range Rover über 9.000 Einheiten des Cabriolets in den Jahren 2016 und 2017 verkaufen.

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Gabriel Pankow