VW Troika breit

Wachstum nach Plan: Volkswagen legt ein ausgezeichnetes erstes Haslbjahr 2011 hin - für die Konzernspitze ein Grund zur Freude. - Bild: VW

Die Rekordverkäufe der vergangenen Monate lassen die Kasse von Europas größtem Autobauer Volkswagen weiter kräftig klingeln. Im ersten Halbjahr 2011 setzten die Wolfsburger nach Angaben vom Donnerstag sowohl bei den Einnahmen als auch den Gewinnen neue Bestmarken.

VW schneidet deutlich besser als die Konkurrenz ab

Der Umsatz der Volkswagen AG legte zwischen Januar und Juni um gut ein Viertel auf rund 77,8 Milliarden Euro zu. Operativ vor Zinsen und Steuern verdiente der DAX-Konzern knapp 6,1 (Vorjahr: 2,8) Milliarden Euro, nach Steuern waren es fast Milliarden Euro und damit mehr als drei Mal so viel wie im Vorjahreszeitraum. Der weltweite Marktanteil sei damit auf 12,4 von 11,7 Prozent gestiegen.

Dass es blendend lief für Europas Branchenprimus kommt nicht überraschend, schließlich sind die Verkaufszahlen des ersten Halbjahres schon länger bekannt. Insgesamt brachten die Wolfsburger rund 4,1 Millionen Autos an die Kundschaft in aller Welt. Das entspricht einem Plus von gut 15 Prozent, womit VW deutlich besser abschnitt als die internationale Konkurrenz. Zu verdanken haben die Niedersachsen das vor allem dem anhaltenden Nachfrageboom in Schwellenländern wie China und Brasilien und dem Aufwärtstrend in den USA.

Was die finanziellen Erwartungen für 2011 angeht, hielt sich Volkswagen am Donnerstag erwartungsgemäß bedeckt. “Wir gehen davon aus, dass die Umsatzerlöse und das operative Ergebnis des Konzerns im Jahr 2011 die Vorjahreswerte deutlich übertreffen werden”, hieß es lediglich. 2010 hatten die entsprechenden Werte bei knapp 127 Milliarden Euro bzw 7,1 Milliarden Euro gelegen.

Mit Blick auf die Zielsetzung bei den Verkaufszahlen hatte sich Winterkorn unlängst vergleichsweise weit aus dem Fenster gelehnt als er erklärte, der eigentlich mittelfristig angepeilte Absatz von acht Millionen Autos könnte bereits in diesem Jahr erreicht werden. Wegen Zins- und Wechselkurseffekten sowie wegen der hohen Rohstoffpreise rechnet man aber mit einer etwas schwächere Entwicklung im zweiten Halbjahr.

Die übrigen wesentlichen Kennzahlen fielen im Rahmen der Erwartungen aus. An der Börse verlor die im Dax notierte VW-Stammaktie in einem schwachen Gesamtmarkt rund drei Prozent.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke