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Renault dementiert Pläne für Werksschließungen und Stellenstreichungen. - Bild: Renault

“Renault hat niemals erklärt, dass zwei Werke geschlossen werden könnten, sollten die Verhandlungen über die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens nicht zu einem Ergebnis führen”, teilte das Unternehmen mit. Ziel der Verhandlungen sei vielmehr, keine Werke zu schließen und keine Stellen zu streichen.

Gewerkschafter spricht von “Drohung”

Der Gewerkschafter Laurent Smolnik hatte zuvor gesagt, die Geschäftsführung von Renault habe während der Verhandlungen am Dienstag mit den Werksschließungen gedroht. Verhandlungsteilnehmer – Mitglieder anderer Gewerkschaften – bestätigten dies. “Wenn Ihr nicht unterschreibt, könnten zwei Werke geschlossen werden”, zitierte Smolnik die Geschäftsführung. Nähere Angaben habe das Management nicht gemacht.

Mitarbeiter sollen Lohnzugeständnisse machen

Wie das “Handelsblatt” (Dienstag) berichtet, will das Management seine Arbeiter zu Lohnzugeständnissen bewegen und lockt sie mit einer besseren Auslastung der Werke.

Renault könne in seinen französischen Fabriken pro Jahr weitere 80.000 Fahrzeuge seiner Partner Nissan oder Daimler produzieren, falls die Gewerkschaften einem neuen Tarifvertrag zustimmten, erklärte der Konzern. Dies entspräche 15 Prozent der Jahresproduktion von 2012. Im Gegenzug sollen die Arbeiter in diesem Jahr auf Lohnerhöhungen verzichten. 2014 sollen die Entgelte dann nur um 0,5 Prozent und 2015 um 0,75 Prozent steigen.

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dpa/Handelsblatt/Renault/Guido Kruschke