Renault will Entwicklung abwarten und bei Bedarf einen imageträchtigeren Motor für den neuen

Renault will Entwicklung abwarten und bei Bedarf einen imageträchtigeren Motor für den neuen Espace nachschieben. Bild: Renault

Der vom Familienvan zum Crossover gewandelte Espace ist für die Franzosen ein besonders Modell, ist er doch der verbliebene Fuß in der Tür zur Oberklasse mit Staatskarossen-Appeal – zumindest in Frankreich. Derzeit läuft die Fahrpräsentation am Nurburgring. Dabei gibt das neue Flaggschiff der Franzosen eine gute Figur ab. Die Linie ist elegant, der Innenraum optisch und in der Verarbeitung ohne Zweifel in der Premiumliga verortet.

Sparsam gibt man sich dagegen bei der Motorisierung. Zur Verfügung stehen drei Aggregate, der Benziner Energy TCe 200 EDC mit 200 PS und die beiden Diesel dCi 130 sowie der dci 160 EDC mit 130 PS und 160 PS. Gemein ist allen Motoren der Hubraum von 1.6-Litern, darüber und darunter gibt es erstmal nichts. Geschuldet ist das natürlich den C02-Anforderungen. Bei den beiden Diesel-Motoren kommt der Franzosen-Modell auf 119 g/C02 pro km (dCi 130) und 123 g/C02 pro km (dCi 160 EDC), sowie auf 140 g/C02 beim Benziner.

Mit diesem Motorensortiment erreiche man 80 Prozent der potenziellen Käufer, die sich vorwiegend aus dem Flottenbereich rekrutieren werden, so Frederic Posez, Marketing-Vorstand von Renault Deutschland. Vor allem mit dem 160-PS-Diesel wähnt man sich gut positioniert. Allerdings räumt Posez ein: “Für das Image fehlt eine stärkere Motorisierung, gerade in Deutschland.” Deshalb werde man sich nach dem Marktstart, der in Deutschland Ende April reichlich geräuschlos über die Bühne ging, die Entwicklung genau anschauen. Er jedenfalls könne sich einen potenteres Aggregat vorstellen, sagt Posez und wird konkreter: Wenn sich der Bedarf zeige, werde man eine stärkere Motorisierung bekommen.

Verkaufsprognosen verkniff sich der Marketing-Chef auf Nachfrage. Mit der Anlaufphase zeigte er sich aber zufrieden. Derzeit gingen in Deutschland täglich etwa 20 Espace-Order ein. Damit lieg man etwa 30 Prozent über Plan. In Frankreich werden die Erwartungen um 60 Prozent getoppt. Was Posez besonders freut: Im Heimatland greifen 45 Prozent bei der rund 46.000 Euro teuren Topversion Initiale Paris zu. Die Preisliste für den Espace beginnt bei rund 33.000 Euro.

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Frank Volk