Der Renault-Rhombus soll in Deutschland hell strahlen. Der französische Autobauer will dieses Jahr

Der Renault-Rhombus soll in Deutschland hell strahlen. Der französische Autobauer will dieses Jahr stärker wachasen als der Markt. (Bild: Renault)

Im Gespräch mit der “FAZ” gab Deutschlandchef Achim Schaible auch den Fahrplan der Elektromobilität bekannt.

Renault hat in Deutschland ambitionierte Ziele: Der französische Automobilkonzern will 2011 stärkster ausländischer Hersteller bleiben und dabei mit rund 150.000 Zulassungen auf einen Marktanteil von 4,5 Prozent kommen. “Wir wollen stärker wachsen als der Markt”, kündigte Achim Schaible, Vorstandsvorsitzender der in Brühl ansässigen Renault Deutschland AG, in einem Gespräch mit der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” an.

In der zweiten Jahreshälfte will Renault mit dem “Kangoo Rapid ZE” das erste Elektroauto der Marke auf den deutschen Markt bringen. Schaible rechnet in der ersten Stufe mit einem Verkauf zwischen 500 und 1.000 Fahrzeugen, wobei nach seiner Meinung zunächst vor allem Unternehmen zur Ergänzung ihres Fuhrparks zugreifen werden. Wie der Manager laut Vorabausgabe am Mittwochabend sagte, wird Renault mit seinem Allianzpartner Nissan stark in diesen Zukunftsmarkt investieren. So sollen bis zum Jahr 2020 rund zehn Prozent aller verkauften Renault-Modelle Elektroautos sein.

Im abgelaufenen Jahr hat die deutsche Tochtergesellschaft des französischen Konzerns zwar erwartungsgemäß deutlich weniger Personenkraftwagen verkauft als im Jahr zuvor. Wie Schaible sagte, konnte die Marke aber ihren Anteil in dem insgesamt geschrumpften Pkw-Markt auf 3,98 Prozent von 3,76 Prozent steigern. Beim Verkauf leichter Nutzfahrzeuge legte Renault indes zu, und zwar um mehr als 25 Prozent.

Insgesamt verbuchte die französische Marke im vergangenen Jahr auf dem deutschen Markt Zulassungen von 130.864 (Vorjahr: 155 092) Automobilen. Damit hat das Unternehmen nach Schaibles Worten erstmals seit Jahren wieder an Marktanteil gewonnen, er stieg auf 4,2Prozent von 3,9 Prozent. Dies galt nicht für die preiswerte Automobilmarke Dacia, die 2009 in besonderem Maße von der Abwrackprämie profitiert hatte. Bei 40.444 Verkäufen fiel ihr Marktanteil auf 1,3 Prozent von fast 2,2Prozent.

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