Carlos Ghosn

Carlos Ghosn: Renault profitierte von den Verkäufen außerhalb Europas, wo mehr als die Hälfte der Fahrzeuge abgesetzt wurden. - Bild: Datsun

Trotz des schrumpfenden europäischen Marktes will Renault 2013 mehr Fahrzeuge verkaufen und in der Autoproduktion auch einen Barmittelzufluss erwirtschaften. Damit steht der Konzern weitaus besser da als sein heimischer Wettbewerber Peugeot.

Im vergangenen Jahr konnte Renault den Ergebnisrückgang im Konzern auf 15 Prozent begrenzen. Mit 1,77 Milliarden Euro blieben die Franzosen in der Gewinnzone, während Peugeot Verluste von rund 5 Milliarden Euro schrieb.

Verkäufe außerhalb Europas stabilisieren Renault

Renault ist dank des Verkaufes seines restlichen Volvo-Anteils schuldenfrei und hatte zum Jahresende einen Nettobarbestand von 1,49 Milliarden Euro. Der Beteiligungsverkauf hatte den Franzosen 924 Millionen Euro eingebracht. Das operative Ergebnis fiel in der Gruppe auf 729 Millionen Euro. In der Automobilsparte fiel ein kleiner Verlust von 25 Millionen Euro an.

Renault hat eine relativ starke Präsenz außerhalb Europas und kommt deshalb besser als Peugeot durch die Krise. Renault-Chef Carlos Ghosn sagte, sein Unternehmen profitiere von den Verkäufen außerhalb Europas. Dort habe der Konzern mehr als die Hälfte seiner Fahrzeuge abgesetzt.

Außerhalb Europas erhöhten sich die Umsätze um 9,1 Prozent, während sie in Europa um 18 Prozent wegbrachen. Der gesamte Konzernumsatz lag bei 41,27 Milliarden Euro nach 42,62 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Automobilsparte lieferte einen Beitrag von 39,16 Milliarden Euro.

Europa weiter im Rückwärtsgang

Ghosn erwartet im laufenden Jahr einen Rückgang des europäischen Marktes um mindestens drei Prozent, während in Frankreich sogar ein Minus zwischen drei bis fünf Prozent vorausgesagt werde. Der weltweite Markt werde wahrscheinlich – angetrieben durch eine regere Nachfrage in China, Nordamerika, Indien, Russland und Brasilien – um drei Prozent zulegen.

Renault ist an der japanischen Nissan mit 43 Prozent beteiligt und entwickelt mit dem deutschen Hersteller Daimler seit zwei Jahren gemeinsam neue Technik, Motoren und Modelle.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke