Renault

Die Folgen des Japan-Bebens und hohe Rohstoffkosten drücken den Betriebsgewinn nach unten. - Bild: Renault

Renault konnte im ersten Halbjahr 2011 einen Absatzrekord verbucht. Dank eines starken Wachstums der Märkte außerhalb Europas verkaufte der Daimler-Partner von Januar bis Ende Juni 1,4 Millionen Fahrzeuge. Dies seien 1,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und ein neuer Spitzenwert, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Ein noch besseres Ergebnis verhinderten die Folgen der Erdbeben-Katastrophe in Japan und hohe Rohstoffkosten. Weil Zulieferer in dem asiatischen Land betroffen waren, standen manche Fahrzeuge nicht in der gewünschten Menge zur Verfügung.

Den Umsatz für die ersten sechs Monaten des Jahres gab Renault mit 21,1 Milliarden Euro an (plus 7,3 Prozent). Der Gewinn stieg von 780 Millionen auf 1,22 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis im Fahrzeuggeschäft sank allerdings von 410 auf 221 Millionen Euro. Grund seien unter anderem deutlich gestiegene Rohstoffkosten und negative Währungseffekte gewesen, teilte Renault mit.

Den negativen Einfluss der Katastrophe in Japan auf das operative Ergebnis bezifferte Renault auf 150 Millionen Euro. In der zweiten Jahreshälfte wird noch einmal mit einer Belastung von 50 Millionen Euro gerechnet.

Für den weltweiten Fahrzeugmarkt gehen die Franzosen in diesem Jahr von einem Wachstum von drei bis vier Prozent aus, wobei die Zuwächse vor allem aus den Schwellenländern kämen. In Europa erwarte man einen stabilen oder leicht sinkenden Markt, in Frankreich ein Minus von vier bis sechs Prozent. Renault will 2011 Verkäufe und Umsatz im Vergleich zum Vorjahr erhöhen. Das Unternehmen ist mit dem japanischen Autobauer Nissan verflochten. Diese Allianz wiederum kooperiert neuerdings auch mit Daimler, unter anderem beim Einsatz von Motoren.

Alle Beiträge zu den Stichworten Renault Ghosn Nissan

dpa/Guido Kruschke