Renault Clio

Renault will mit neuen Modellen, wie dem Clio, verlorene Marktanteile in Europa zurückgewinnen. - Bild: Renault

Dadurch verkaufte der Autobauer zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte mehr Autos außerhalb Europas.

Nach eigenen Angaben hofft Renault, den verlorenen europäischen Marktanteil mit einer verjüngten Fahrzeugpalette zurück zu gewinnen, ist sich aber über das schwierige wirtschaftliche Marktumfeld bewusst. Derzeit verhandelt das Unternehmen gerade mit französischen Gewerkschaften über Stellenstreichungen der 44.000 Mitarbeiter großen Belegschaft. Erst kürzlich hatte der Autohersteller angekündigt, 7.500 Jobs streichen zu wollen.

Franzosen planen Abbau tausender Stellen

Obwohl Renault unter dem gleichen Absatzeinbruch in Europa wie andere große Hersteller leidet, unterscheidet sich das Unternehmen von Konkurrenten wie PSA Peugeot-Citroen und General Motors Opel/Vauxhall-Sparte, die ebenfalls beide drastische Stellenkürzungen und sogar Werksschließungen planen. Denn die sind noch stärker vom europäischen Markt abhängig, während für Renault mit seiner Palette an billigen Einstiegsmodellen und leichten Lkws der globale Markt immer wichtiger wird.

Trotzdem sackte der globale Absatz im vergangenen Jahr auf 2,55 Millionen Fahrzeuge ab, vor allem ausgelöst durch einen 18-prozentigen Einbruch in Europa. Renault verlor fast neun Prozent Marktanteil an die größten Konkurrenten, das schlechteste Ergebnis seit Jahrzehnten. Außerhalb Europas konnte das Unternehmen jedoch 9,1 Prozent zulegen.

Verjüngte Fahrzeugpalette soll Marktanteile zurückholen

Für das laufende Jahr erwartet Renault, dass der globale Automarkt um drei Prozent wächst, ungeachtet der angeschlagenen Nachfrage in Europa. Daran will Renault teilhaben und setzt auf als Umsatztreiber eine neue Version des populären Kleinwagens Clio, sowie die Markteinführung des Captur, eines kleinen SUV, und des allerersten Elektroautos ZOE. In die Entwicklung neuer Elektroautos investiert Renault massiv, um den Marktanteil von 28 Prozent weiter auszubauen, sagte Renault.

Im Billig-Segment konnte Renault mit seiner Marke Dacia im vergangenen Jahr bereits ein Absatzplus von 4,8 Prozent verbuchen. Die Südkorea-Sparte Renault Samsung Motors brach hingegen um 44 Prozent ein, weil die Produktpalette unattraktiv war.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke