Renault-Nissan Carlos Ghosn

Für viele ist eine Renault-Nissan-Allianz ohne Carlos Ghosn an der Spitze kaum vorstellbar. Bild: Nissan

So habe er den jeweilig verantwortlichen Gremien der beiden Automobilhersteller mitgeteilt, dass es am besten wäre wenn zwei CEOs sich seinen Posten teilen würden, wenn er in Rente geht. Einer der beiden könnte sich auf Nissan fokussieren, der andere auf Renault. Doch wann Ghosn seinen Hut als Manager nehmen würde, wollte er nicht verraten. Gegenüber der Detroit News erklärte der polyglotte Konzernlenker, dass man den Taktstock erst aus der Hand geben kann, wenn man stolz auf das sein kann, was man erreicht hat. Sein Ziel sei es, etwas nachhaltiges und dauerhaftes aufzubauen. Die Renault-Nissan-Allianz dürfe nicht auseinander brechen, wenn er seinen Posten räumt.

Darüber hinaus erklärte Ghosn im Rahmen dieser Diskussion, dass er sich über neue Konkurrenten für den Nissan Leaf freue. Dabei hob er insbesondere den Bolt von Chevrolet hervor. Je mehr Elektroautos auf den Markt kommen, umso mehr geraten laut dem Konzern-Chef die Regierungen unter Zugzwang, die Lade-Infrastruktur weiter auszubauen. Über die chinesische, japanische und einige europäischen Länder könne er sich diesbezüglich jedoch nicht beschweren. Die USA ließ er – bewusst oder unbewusst – aus.

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Gabriel Pankow