Renault-Nissan_Elektromobilität_Gilles-Normand

Renault-E-Auto-Chef Normand: Durch neue E-Architektur Einsparungen von 40 Prozent bei Forschung und Entwicklung, 30 Prozent in der Produktion. Bild: F. Volk

| von Frank Volk

So eng Renault-Nissan in der Allianz quer durch alle Technologie-, Entwicklungs- und Produktionsfelder bereits verzahnt sind, ausgerechnet im Kosten intensiven Bereich Elektromobilität haben die Marken in der Vergangenheit ein starkes Eigenleben gepflegt. Damit ist bald Schluss. Dass der Autobauer am Aufbau einer gemeinsamen Architektur für Elektroautos mit dem Namen CMF-EV entwickelt, ist seit einiger Zeit bekannt.

Im Interview mit AUTOMOBIL PRODUKTION ließ Gilles Normand, innerhalb der Renault-Gruppe für Elektromobilität verantwortlich, jetzt tiefer blicken, was in der Allianz geplant ist und was man sich von der Zusammenlegung der E-Aktivitäten erwartet. Laut Normand werde die nächste Generation E-Autos der großen Marken Renault und Nissan auf einer Plattform stehen - mit einem entsprechend hohen Anteil an Gleichteilen: „Alles, was für den Kunden unsichtbar ist, Plattform, Achsen und  Batterien wird vereinheitlicht.“ Und der E-Motor: wie der Manager bestätigte, wird parallel zur neuen Architektur auch „eine neue Generation Elektromotoren entwickelt, die gemeinsam für Renault und Nissan produziert werden.“  Einen konkreten Zeitraum, wann die ersten Autos von dieser gemeinsamen Plattform kommen, nannte Normand nicht, Ziel sei aber „vor 2022“.

Auch bei Motoren gemeinsame Sache 

Konkret wurde der Manager dagegen was die erwarteten Einsparungen anbelangt: beim neuen E-Motor, den man auch selber baue, wolle man 20 Prozent unter den Kosten der aktuellen Generation bleiben. Die Kosten für Forschung und Entwicklung sollen um 40 Prozent sinken, die Produktion um 30 Prozent günstiger werden. Diese Kostensenkungen seien essentiell um dem Ziel näher zu kommen, im Bereich relativ günstiger, kompakter E-Fahrzeuge eine führende Rolle einzunehmen.

Das vollständige Interview, in dem sich Gilles Normand auch ausführlich dazu äußert, warum er den Aufbau einer Batteriezellfertigung zum jetzigen Zeitpunkt für falsch hält, lesen Sie hier.

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