Die Studie Zoe-Z.E.-Concept gibt einen Ausblick, wie sich Renault-Nissan die E-Mobilität von morgen vorstellt. (Bild: Renault)

Die Studie Zoe-Z.E.-Concept gibt einen Ausblick, wie sich Renault-Nissan die E-Mobilität von morgen vorstellt. (Bild: Renault)

Renault, die französische Regierung und fünf weitere Partner haben vereinbart, auf der Insel La Réunion ein Pilotprojekt mit 50 Elektrofahrzeugen und der dafür notwendigen Batterielade-Infrastruktur zu starten. Der Strom soll zum größten Teil aus regenerativer Energie gewonnen werden.

Unter dem Vorsitz des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy haben Renault, die französische Regierung, der Energie­versorger EDF, die Gruppe Bernard Hayot (GBH), Total Réunion, die Investmentgruppe GE Money und die Vertreter der Umwelt­agentur GERRI (Grenelle de l’Environnement à la Réunion – Réussir l’Innovation) auf der Insel la Réunion das Abkommen “Projet VERT” unterzeichnet. Die Partner werden im Rahmen des Projektes “Véhicules Electriques pour une Réunion Technologique 50 Elektrofahrzeuge und die Infrastruktur mit Ladestationen in dem französischen Überseedepartement testen. Der Strom für den Fahrzeugbetrieb soll aus erneuerbaren Energien, vor allem durch Photovoltaikanlagen, gewonnen werden. Ziel ist der Beleg, dass die globale CO2-Bilanz der Elektrofahrzeuge deutlich günstiger ausfällt als bei Fahrzeugen mit Hybridantrieb oder Verbrennungsmotor.

Das Projekt VERT erlaubt die Entwicklung und intensive Erpro­bung des Ladenetzes auf einem überschaubaren Territorium. Vor­ge­sehen sind sowohl normale Ladevorrichtungen als auch Schnell­ladestationen. Darüber hinaus soll VERT neue Erkennt­nisse über den Bedarf von Fuhrparks mit Elektro­fahr­zeugen liefern.

Auch in Andalusien soll die Elektro-Revolution driven by Renault-Nissan Einzug halten. Die Renault-Nissan Allianz und die autonome Gemeinschaft Andalusien haben eine Absichtserklärung vereinbart, um die Verbreitung von Elektrofahrzeugen in der südspanischen Region zu fördern. Damit erweitern die Allianzpartner erneut die Basis ihrer “Zero Emission”-Aktivitäten.

Die Partner werden im Rahmen des Abkommens zunächst gemein­sam die Kooperationsmöglichkeiten für die Einführung von „Zero Emission”-Fahrzeugen analysieren. Die Rahmenbedingungen geben der andalusische Entwicklungsplan zur nachhaltigen Energiewirtschaft “PASENER 2007-2013″ und die “Zero Emission”-Strategie der Renault-Nissan Allianz vor.

Die Unterzeichnung der Vereinbarung durch Martin Soler, Berater für Innovation, Wissenschaft und Unternehmen des Regionalrats von Andalusien, und Jean Pierre Laurent, Vorstandsvorsitzender von Renault Spanien, erfolgte im Technologiepark von Andalusien (PTA). In dem Technologiepark werden die Partner gemeinsam ein erstes Pilotprojekt starten. Dabei soll der Bedarf an Energie, Lade­stationen und der notwendigen Reichweite der Elektro­fahrzeuge festgelegt werden, um der Elektromobilität in dieser Region weiträumig zum Durchbruch zu verhelfen.

Die Stadt Malaga wird zudem als erste “Smartcity” ein umfangreiches Testprogramm mit Elektrofahrzeugen durchführen. Weiterhin sieht die Vereinbarung vor, private Unternehmen und öffentliche Einrichtungen in der Testphase mit einzubinden. Darüber hinaus sind eine umfangreiche Informationskampagne für Fahrzeug­nutzer, Kaufanreize für andalusische Institutionen und die Einrichtung von Ausbildungsplätzen für Elektrofahrzeug-Techniker geplant. Nach dem Abkommen mit der Stadt Barcelona ist dies bereits die zweite Elektrofahrzeug-Initiative in Spanien.

Renault verfügt in Spanien über vier Produktionsstätten und ein dichtes Vertriebsnetz. Mit einem Marktanteil von 10,9 Prozent ist Renault hier die Nummer 1. Das meistverkaufte Modell ist der Mégane. 2009 wurde die Produktion zwei weiterer Modelle und eines Motors in den spanischen Fertigungsstandorten ange­kündigt. Unter anderem wird das zukünftige Elektromodell auf Basis der Studie Twizy Z.E. Concept ab 2011 in Valladolid gebaut.

Die Renault Fertigungsstätte in Andalusien produziert 30 Prozent aller weltweit von Renault eingebauten Getriebe. Seit dem Produktionsstart liefen über 750.000 Einheiten vom Band, wovon 70 Prozent für den Export bestimmt sind. Insgesamt sind in dem Werk 1.100 Mitarbeiter beschäftigt.

Die 1999 gegründete Renault-Nissan Allianz hat 2008 rund 6,1 Millionen Fahrzeuge verkauft. Ziel der Allianz ist es, bei Qualität, Technologie und Rentabilität zu den drei führenden Automobilherstellern weltweit zu gehören. Um die Verbreitung von Elektro­fahrzeugen mit Nachdruck voranzutreiben, hat die Renault-Nissan Allianz bereits mit mehr als 30 Regierungen, Städten, Energie­unternehmen und anderen Organisationen Partnerschaften geschlossen. 2010 sollen die ersten Elektrofahrzeuge auf den Markt kommen. Die Massenfertigung ist ab 2012 geplant.