Carlos Ghosn

Weltweit rechnet Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn mit weiter steigenden Verkäufen, weil die Pkw-Nachfrage in den USA und China die Marktschwäche in Europa wettmache. - Bild: Datsun

Dank der Stärke des japanischen Partners kam das Bündnis auf einen Absatz von 8,1 Millionen Wagen. Dies entspreche dem vierten Rekord in Folge und einem weltweiten Marktanteil bei Neuwagen von etwa zehn Prozent, teilten die Unternehmen am Montag in Paris mit. Im Vergleich zu 2011 habe man den Absatz um ein Prozent gesteigert.

Renault-Zahlen belasten das Gesamtergebnis

Ein deutlich besseres Ergebnis verhinderte die Schwäche des französischen Partners. Renault musste wegen der Absatzkrise in Westeuropa einen Rückgang der Verkäufe von 6,3 Prozent verkraften. Ein Plus von 9,1 Prozent auf den Märkten außerhalb Europas konnte diese Verluste nicht kompensieren. Zudem gingen auch die Verkäufe des russischen Partners AvtoVaz um 5,5 Prozent auf knapp 611.000 Fahrzeuge zurück. Nissan setzte hingegen 4,94 Millionen Wagen ab und damit 5,8 Prozent mehr als im 2011.

Für Europa erwartet Vorstandschef Carlos Ghosn, der die beiden Autobauer in Personalunion lenkt, in den nächsten drei, vier Jahren kein Absatzwachstum in Europa. Weltweit rechne er jedoch mit weiter steigenden Verkäufen, weil die Pkw-Nachfrage in den USA und China die Marktschwäche in Europa wettmache.

Kein Platz auf dem Podest

In der Rangliste der weltgrößten Autobauer bleibt die Allianz aus Renault-Nissan damit deutlich hinter der Nummer drei Volkswagen. Die Deutschen hatten 2012 um stolze elf Prozent auf fast 9,1 Millionen Fahrzeuge zulegen können. Auf Platz eins steht weiter Toyota vor General Motors.

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dpa/Guido Kruschke