Carlos Ghosn

Carlos Ghosn: "Renault wird künftig weiter in den Elektroantrieb für Autos investieren, um die Technologie erschwinglicher zu machen."Bild: Datsun

Der in Deutschland nur zögerlich einsetzende Erfolg elektrisch angetriebener Autos ist westlich der Grenze deutlich größer. Renault-Chef Carlos Ghosn kündigte an, weiter in den Elektroantrieb für Autos zu investieren. Ziel müsse es bleiben, die Technologie erschwinglicher zu machen, sagte der Manager in einem Interview mit dem Radiosender “France Inter”.

Insolvenz von Better Place wirft Renault nicht zurück

Ghosn lässt sich damit von der Insolvenz von Better Place am Montag nicht entmutigen. Das israelische Unternehmen hatte in Zusammenarbeit mit Renault Batteriewechselstationen entwickelt, kam mit seinem Angebot am Markt kommerziell aber nicht an. Eine finanzielle Verbindung zwischen Renault und Better Place gab es zwar nicht. Better Place hatte aber 100.000 Fahrzeuge bei Renault bestellt, die es mit seinen Batterien bestücken wollte. Renault verkaufte dann aber nur 2.500 Autos.

Renault kommt dennoch schon auf bedeutende Stückzahlen bei Elektroautos, bereits vier Modellreihen haben die Franzosen am Start. Sie haben damit einen Vorsprung vor den deutschen Volumenherstellern, die bislang noch keine bedeutenden Stückzahlen an die Kunden gebracht haben.

BMW und VW stehen ebenfalls in den Startlöchern

Die Deutschen stehen aber schon in den Startlöchern. Mit dem BMW i3 und dem VW Golf mit Elektroantrieb sind wichtige Markteinführungen in naher Zukunft geplant. Bis Ende 2014 sollen 16 elektrifizierte Serienmodelle deutscher Hersteller am Markt sein, hatte erst am Montag der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, Matthias Wissmann, angekündigt. Die Bundesregierung hat das Ziel, bis 2020 rund eine Millionen Elektrofahrzeuge auf die Straße zu bringen. Das Erreichen dieses Ziels wird bislang aber von Beobachtern noch mit Skepsis betrachtet.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke