Renault China breit

Auch Renault musste in China den Händlern bei Absatzzielen und Rabatten entgegen kommen. Bild: kru

Renault und Joint Venture-Partner Dongfeng sind nicht die ersten Hersteller, die sich mit Forderungen nach niedrigeren Absatzzielen in Chna konfrontiert sehen. Ähnliche Diskussionen hatte es bereits bei VW, BMW, Porsche sowie japanischen Herstellern gegeben. Das Thema ist überall dasselbe: aufgrund des sich abschwächenden Absatzwachstums bei gleichzeitig von den OEMs gesetzten hohen Absatzzielen, fürchten die Händler um ihre Gewinne. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg schreibt, habe Renault-Dongfeng den Händlern größeren Spielraum für Rabatte und schnelle Verkaufsaktionen eingeräumt. Damit wollen diese den Absatz hoch halten.

Nach Einschätzung von IHS Automotive ist Renault-Dongfeng noch stärker als andere Marken auf die Händler angewiesen, stehen die Franzosen doch erst am Anfang einer Produktoffensive. So kommt erst im Verlauf des Jahres die erste große Welle in China produzierter Modelle an den Markt. Entsprechend müsse man jetzt die Händler bei Laune halten und könne nicht riskieren, dass diese abspringen.

Die Franzosen verbinden mit der Lokalisierung große Ziele in China an und wollen einen Marktanteil von sechs Prozent erreichen. Das allerdings hält IHS Automotive für utopisch. So erwarten die Marktexperten, ausgehend von den derzeit bekannten Modell-Plänen, für 2016 ein Absatzwachstum auf 86.000 Einheiten, bis Ende der Dekade auf 120.000 Einheiten. Zum Vergleich: um einen Marktanteil von nur drei Prozent der Neuzulassungen zu erreichen, bräuchte Renault einen Absatz von etwa 800.000 Autos pro Jahr.

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fv