Renault-Nissan

Der Einfluss der französischen Regierung bei Renault sorgt bei Allianz-Partner Nissan für schlechte Laune. Bild: Archiv

Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Demnach äußerte Nissan Bedenken über den großen Einfluss des französischen Staats bei Renault. So hält Frankreich 19,7 Prozent der Anteile am Autobauer und hat Stimmrecht. Allianz-Partner Nissan hingegen besitzt nur 15 Prozent – allerdings ohne Stimmrecht. Dabei ist der Japan-OEM derzeit der Goldesel der Partnerschaft. So stellte Nissan erst vor kurzem Renault einen Check über 524 Millionen Euro aus, gedeckt mit den Einnahmen aus dem zweiten Quartal dieses Jahres.

Dieses Missverhältnis hat Hiroto Saikawa, Nissans Chief Competitive Officer, nun sowohl gegenüber der französischen, als auch der japanischen Regierung moniert. Die Branchenkenner von IHS Automotive sehen jedoch keine Anzeichen, dass Frankreich irgendwelche Anstalten macht die Einflussnahme zurückzufahren. Darüber hinaus gab Wirtschaftsminister Emmanuel Macron erst am 3. November zu Bedenken: “Als es Nissan schlecht ging, hat Renault das Risiko übernommen und dennoch investiert, um den japanischen Autobauer zu unterstützen.” Nichtsdestotrotz räumte Macron ein, dass die Allianz der beiden OEMs “essentiell” für den Erfolg von Renault sei. Darüber hinaus halte er es nicht für ausgeschlossen Anteile an Renault wieder zu verkaufen. Einen Zeitplan wann das geschehen soll, nannte er jedoch nicht.

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Gabriel Pankow