Kraftstoffsparende und schadstoffmindernde Abgasrückführventile werden aktuell auch vermehrt bei

Kraftstoffsparende und schadstoffmindernde Abgasrückführventile werden aktuell auch vermehrt bei Ottomotoren eingesetzt. - Bild: Rheinmetall

Die Tochter KSPG habe Bestellungen im Gesamtvolumen von 250 Millionen Euro für ein neuentwickeltes kompaktes Abgasrückführventil erhalten, teilte Rheinmetall am Dienstag mit. Das von namhaften europäischen und nordamerikanischen Automobilherstellern georderte Ventil wird in Motoren eingesetzt, die die strenge Schadstoffnorm Euro 6 erfüllen. Es ist seit kurzem bereits bei einem deutschen Premium-Hersteller im Serieneinsatz, so Rheinmetall. Die seit Beginn der 1980er-Jahre vornehmlich zur Schadstoffreduzierung von Dieselaggregaten genutzten Abgasrückführventile werden – im Hinblick auf ihr zusätzliches Potenzial zur Kraftstoffeinsparung – aktuell auch vermehrt bei Ottomotoren eingesetzt.

Mittlerweile erreicht die jährliche Produktionsmenge an AGR-Ventilen und -Modulen bei KSPG bereits sechs Millionen Stück. Die Rheinmetall Automotive-Sparte stellt die Ventile inzwischen nicht nur in ihren Werken in Deutschland, sondern auch in Tschechien, Spanien, den USA sowie in Indien und China her.

Die Wirkung der Abgasrückführung beruht auf einer Absenkung der Verbrennungstemperatur bei Diesel- und Ottomotoren. Die abgesenkte Temperatur verringert die Entstehung von Stickoxiden. Beim Ottomotor ergibt sich gleichzeitig eine Verbrauchssenkung durch die Entdrosselung des Motors bei Teillast. Besonders aus diesem Grund werden AGR-Module für die Automobilhersteller zunehmend interessant.

Alle Beiträge zu den Stichwörtern Rheinmetall KPSG

dpa-AFX/Andreas Karius