Jürgen Vogt

Jürgen Vogt: Rücker erwartet eine Fortsetzung seines bisherigen Wachstumskurses und will auch künftig zweistellig wachsen. - Bild: Rücker

Der Geschäftsverlauf war von einer deutlich verbesserten Auftragslage und einem ansehnlichen operativen Wachstum geprägt. “Unser Geschäftsmodell wurde bestätigt. Wir werden auch in Zukunft an unserer Strategie festhalten, die vor allem auf unserer Präsenz am jeweiligen Standort unserer Kunden und damit auf einer dementsprechend engen Zusammenarbeit sowie auf dem Ausbau unserer Geschäfte in allen Segmenten des technologischen Entwicklungsbereiches beruht.” Das berichtete Jürgen Vogt, Finanzvorstand der Rücker AG, heute bei der Vorstellung der Bilanz.

Der Umsatz der Rücker AG stieg im Jahr 2010 um 15,7 Prozent auf 151,9 Millionen Euro. Mit einem Plus von 33,7 Prozent war die Umsatzentwicklung in den ausländischen Rücker-Niederlassungen deutlich ausgeprägter als im Inland, da die wirtschaftliche Erholung im Ausland früher eingesetzt hatte.

Das operative Konzernergebnis (EBIT) konnte mehr als verdoppelt werden und stieg dank des erhöhten Geschäftsvolumens von 3,7 Millionen Euro in 2009 auf 8,1 Millionen Euro in 2010. Der Konzern-Jahresüberschuss betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr rund 4,8 Mio. Euro und hat sich damit im Vergleich zu 2009 (1,5 Millionen Euro) verdreifacht.

Rücker peilt zweistelliges Wachstum an und sucht Ingenieure

Der Rücker-Vorstand ist für die Zukunft optimistisch und geht von weiteren Umsatzsteigerungen aus. Dazu Jürgen Vogt: “Bei den Aufträgen können wir einen sich schrittweise verstärkenden Trend registrieren. Wir erwarten daher eine Fortsetzung des bisherigen Wachstumskurses und wollen auch künftig zweistellig wachsen. Mit der internationalen Positionierung ist unsere Unternehmensgruppe bestens gerüstet.” Für die kommenden Jahre strebt die Rücker AG eine Steigerung der EBIT-Marge von derzeit fünf auf bis zu zehn Prozent an.

Einen nachhaltigen Beitrag zum weiteren Wachstum soll das neue Joint-Venture-Abkommen mit dem spanischen Ingenieurdienstleister CT Ingenieros, Madrid, leisten. Im Rahmen der kürzlich vereinbarten, engen Zusammenarbeit wird die Rücker AG ihre Geschäftsbeziehungen zum Flugzeughersteller Airbus entscheidend weiter entwickeln.

Der Umgang mit dem Fachkräftemangel im Ingenieurbereich bleibt nach wie vor eine besondere Herausforderung. Rücker verspricht sich von den zahlreichen Arbeitsmarkt-Initiativen die erfolgreiche Ansprache von Bewerbern, Studenten und Praktikanten. Derzeit besteht ein dringender Bedarf für insgesamt 500 weitere Ingenieure, denen sofort eine Beschäftigung angeboten werden kann.