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Rückrufkosten und der allmählich abflauende US-Automarkt belasten den Autobauer Ford. In Europa jedoch gab es eine Gewinnsteigerung. Bild: Ford

Zum einen belasteten Rückrufkosten den Gewinn, zum anderen machte sich der allmählich abflauende US-Automarkt bemerkbar. In Europa steigerte Ford dagegen seinen Gewinn. Die im September gesenkte Prognose bestätigte der Konzern.

Der Nettogewinn des Konzerns sackte im dritten Quartal auf 957 Millionen von 2,2 Milliarden US-Dollar im Vorjahr ab. Das Ergebnis wurde von Kosten für einen Rückruf wegen fehlerhafter Türverriegelungen mit 600 Millionen Dollar belastet. Bereinigt um Sonderposten betrug der Gewinn je Aktie 26 Cent, das waren 6 Cent mehr als von Analysten erwartet. Der Umsatz sank auf 35,9 von 38,1 Milliarden Dollar.

Den Ausblick für das laufende Jahr bestätigte Ford. Der Konzern rechnet mit einem bereinigten Vorsteuergewinn von rund 10,2 Milliarden Dollar. Ford hatte die Prognose wegen der Rückrufkosten gesenkt.

Der Vorsteuergewinn in Nordamerika sank um 1,6 auf nur noch 1,3 Milliarden Dollar. Der Boom im Heimatland des Autobauers dürfte seinen Zenit überschritten haben. Im September brach der Absatz von Ford in den USA um fast 8 Prozent auf 204.447 Einheiten ein. Jüngst teilte Ford mit, die Produktion in diversen Werken in den USA zu kürzen. Zudem will der Konzern in den USA aus Kostengründen keine Kleinwagen mehr bauen. Die Produktion soll komplett nach Mexiko verlagert werden.

In Europa dagegen steigerte Ford den Gewinn deutlich auf 138 Millionen Dollar. Es war diesseits des Atlantiks das sechste profitable Quartal in Folge für den Autobauer. Auch in China fuhr Ford besser als im Vorjahr.

Konkurrent General Motors hat seinen Gewinn im dritten Quartal angetrieben von starken China-Verkäufen und höheren Preisen für SUV mehr als verdoppelt, wie das Unternehmen am Dienstag mitgeteilt hatte. In Europa ist das Ziel der Opel-Mutter, im laufenden Jahr die Gewinnschwelle zu erreichen, dagegen in Gefahr.